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REGENERATIVE:
Bosch steigt aus der Dünnschicht-Technik aus
Die Bosch Solar Energy AG zieht sich komplett aus dem Geschäftsbereich Dünnschicht-Solarmodule zurück und will bis Jahresende ihre Produktion in Erfurt einstellen.
 

Die Bosch-Gruppe will sich im Photovoltaik-Bereich künftig ganz auf ihr Kerngeschäft, die kristalline Technik, konzentrieren, sagte eine Firmensprecherin der „Thüringer Allgemeinen" (Ausgabe vom 25. August). Als Grund für die Entscheidung wurden die starke Konkurrenz vor allem aus China und die gekürzte Einspeisevergütung für große Solarparks genannt, in denen hauptsächlich Dünnschicht-Module eingesetzt werden.

Der Stuttgarter Konzern ist 2008 mit der Übernahme der Erfurter Ersol Solar Energy AG in das Photovoltaik-Geschäft eingestiegen. In Erfurt werden mit rund 130 Mitarbeitern Dünnschichtmodule auf Silizumbasis hergestellt. Über weitere Dünnschicht-Kapazitäten verfügt Bosch in Brandenburg an der Havel. Dort produziert die ehemalige Johanna Solar Technology GmbH, die 2009 von Bosch geschluckt wurde, Dünnschicht-Photovoltaikmodule mit der so genannten CIGSSe-Technik.

In Arnstadt fertigt Bosch Ingots und Wafer - die Vorprodukte für die Solarzellenproduktion - sowie mono- und multikristalline Photovoltaikzellen. Diese werden zum Teil von der Tochtergesellschaft aleo Solar AG im brandenburgischen Prenzlau sowie in der Nähe von Barcelona zu Modulen weiterverarbeitet und vertrieben. In Arnstadt hat Bosch seit dem Frühjahr 2009 mehr als 530 Mio. Euro investiert, unter anderem in ein Kompetenzzentrum und neue Produktionskapazitäten. Der zur Jahresmitte 2011 angekündigte Bau einer vollintegrierten Fertigung in Malaysia wurde verschoben. Bis Ende dieses Jahres will Bosch nun entscheiden, in welche Technik in Asien investiert werden soll. Mitte März dieses Jahres hatte die Stuttgarter Firmengruppe im französischen Venissieux, in der Nähe von Lyon, eine neue Fertigung für kristalline Module mit 150 MW Jahreskapazität in Betrieb genommen.

Im Geschäftsjahr 2011 verlief das Photovoltaik-Geschäft nach Angaben der Bosch-Gruppe „unbefriedigend" und hatte sogar den Gewinn gedrückt. Der Unternehmensbereich Industrietechnik, in dem der Solar-Bereich mit rund 3 000 Mitarbeitern angesiedelt ist, schloss mit einem negativen Ebit in Höhe von 364 Mio. Euro ab. Trotz einer Absatzsteigerung bei Zellen und Modulen um mehr als zehn Prozent war der Umsatz deutlich zurück gegangen.


 
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Montag, 27.08.2012, 13:34 Uhr