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EMISSIONSHANDEL:
CER-Ausschüttung: Österreich setzt auf Windenergie in China
In der Woche vom 28. November bis zum 4. Dezember hat der Exekutivrat des Clean Development Mechanism (CDM) 8 178 072 zertifizierte Emissionsgutschriften (CER) an 30 Klimaschutzprojekte ausgegeben.
 
Im Vergleich zur Vorwoche ist die Ausschüttung damit wieder deutlich angestiegen. In der 47. Kalenderwoche waren knapp 2,2 Mio. Zertifikate an 22 Projekte ausgeschüttet worden.

Mit 3 886 888 CER erhält der chinesische Ölkonzern Petrochina den größten Anteil an der aktuellen Ausschüttungsrunde. Die Zertifikate wurden in einer Anlage zur Aufspaltung des Treibhausgases Distickstoffmonoxid (N2O) in der Produktionsstätte Liaoyang zwischen dem 14. März 2010 und dem 30. Juni 2011 erwirtschaftet. Die Zertifikate werden an die am Projekt beteiligte Natsource aus Kanada, die britische Filiale von Goldman Sachs sowie die holländische Bank Fortis Intertrust weitergegeben.

Im chinesischen Zementwerk Zhejiang Juhua Co. Ltd werden HFC-23-Emissionen abgebaut. Die dafür im dem Werk errichtete Anlage konnte im zweiten Quartal 2011 Emissionen im Gegenwert von insgesamt 1 813 722 t CO2-Äquivalent vermeiden. Von den dafür ausgegebenen Zertifikaten profitieren der britische Projektinvestor Climate Change Capital sowie die British Gas Trading, die Deutsche Bank, die Luxemburger Oz Carbon Trading und das Bankhaus Morgan Stanley.

Weitere 644 705 Zertifikate erwirtschaftet eine Anlage zur Aufspaltung des Industriegases N2O in einem Werk des Chemiekonzerns Rhodia. Das Projekt im brasilianischen Bundesstaat Paulinia konnte die Zertifikate zwischen dem 16. Mai und dem 14. Juni 2011 generieren. Als Zertifikate-Käufer treten die französische Bank Société Générale und der CO2-Dienstleister Natixis sowie die Broker Orbeo und Noble Carbon auf.

Aus einem KWK-Projekt der Yichang Yihua Pacific Cogen Co. Ltd. in einer Düngemittelfabrik in der chinesischen Provinz Hubei kann der schwedische CO2-Fonds Carbon Asset Management Sweden AB zwischen dem 1. September 2009 und dem 31. März 2011 insgesamt 276 239 CER erwerben.

Eine mit Biomasse betriebene KWK-Anlage in der ostchinesischen Shandong-Provinz konnte vom 28. März 2010 bis zum 27. März 2011 insgesamt 200 195 t CO2-Äquivalent einsparen. Die dafür ausgeschütteten Zertifikate gehen an die New Energy and Industrial Technology Development Organisation und an den britischen CO2-Dienstleister Carbon Resource Management Ltd.

Der britische Projektentwickler Ecosecurities Plc. erhält 143 238 CER aus der ersten Ausbauphase des CDM-Projektes Jinxiang - Golden Elephant in China, bei dem die N2O-Emissionen in einem Industriebetrieb abgebaut werden. Die Emissionsgutschriften wurden für den Projektbetrieb zwischen dem 4. November 2010 und dem 14. Mai 2011 ausgegeben.

Der japanische Handelskonzern Sumitomo Corp. erhält 109 605 Zertifikate aus seiner Beteiligung an dem Wasserkraftprojekt Sanjiangkou (50 MW) in der südchinesischen Hunan-Provinz. Die Zertifikate wurden durch die regenerative Stromerzeugung zwischen dem 15. März 2010 und dem 31. März 2011 erwirtschaftet.

Über 100,5 MW-Leistung verfügt der Windpark Jiangsu Rudong Huangang Dongling. Die chinesische Betreibergesellschaft Jilin Longyuan Wind Power Co. konnte damit im Jahr 2011 insgesamt 107 708 CER generieren, die an die österreichische Kommunalkredit Public Consulting GmbH für das offizielle CDM/JI-Ankaufprogramm der Alpenrepublik verkauft wurden.

Die übrigen 22 Projekte, die in der vergangenen Woche Emissionsgutschriften erhalten haben, bekamen jeweils weniger als 100 000 Zertifikate zugeteilt. Von ihnen sind 17 CDM-Maßnahmen in China umgesetzt worden, je ein Projekt steuern Brasilien, Chile, Guatemala, Indien und Kuba bei. Schwerpunkt der Maßnahmen sind Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien mit neun Wasserkraftwerken, sechs Windparks und eine Geothermieanlage.

CER-Status
Mit den in der vergangenen Woche aktuell hinzugekommenen Zertifikaten steigt die Zahl der durch das UNFCCC ausgegebenen Emissionsgutschriften auf 789 224 376. Die 3 629 registrierten CDM-Projekte können in der Summe 543 579 459 t CO2-Äquivalent pro Jahr sparen. Jährlich kommen noch knapp 14,63 Mio. Emissionsrechte aus den 117 Vorhaben hinzu, die derzeit auf ihre Projektregistrierung warten.

 
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Dienstag, 06.12.2011, 14:54 Uhr