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EMISSIONSHANDEL:
CER-Ausschüttung: UNFCCC erreicht neue Rekordwerte
In der der Woche vom 10. bis zum 16. Januar hat der Exekutivrat des Clean Development Mechanism (CDM) 10 563 505 zertifizierte Emissionsgutschriften (CER) in 120 Ausschüttungen an Klimaschutzprojekte ausgegeben.
 
Damit hat das UNFCCC gleich zwei neue Rekordwerte erreicht. Inzwischen wurden mehr als 500 Mio. CER ausgegeben, zudem konnte der CDM-Executivrat mit seiner Ausschüttung am 12. Januar mit 4,3 Mio. Zertifikaten an 48 registrierte Projekte die höchste Ausgabe innerhalb eines Tages vornehmen. Einen Tag später wurden nochmals 45 Projekte mit Zertifikaten bedacht, so dass am Ende der Woche insgesamt 120 Ausschüttungen in der Bilanz standen. In der gesamten Vorwoche waren lediglich 3,46 Mio. Emissionsrechte an 37 Projekte ausgegeben worden.

Mit 1 345 486 Zertifikaten landet die Anlage zur Zerstörung des Treibhausgases HFC-23 des Chemieunternehmens Navon Flourine International Ltd. im Surat-Distrikt im nordwest-indischen Bundesstaat Gujarat auf dem ersten Rang der aktuellen Ausschüttungsrunde. Die Emissionsgutschriften, die für den Zeitraum vom 1. August bis 30. November 2010 ausgegeben wurden, gehen an die britische Ineos Flour Ltd., Eon UK, den japanischen Sumitomo-Konzern, die BHP Billiton Marketing AG sowie die Energiehändler Natixis und Mercuria Energy Trading S.A.

Aus deutscher Sicht bringt eine vom Dortmunder Anlagenhersteller Uhde errichtete Installation zur Aufspaltung des Treibhausgases N2O im ägyptischen Abu Qir 371 891 Zertifikate. Die Emissionsrechte gehen an die österreichische Kommunalkredit und an den Essener Kraftwerksbetreiber RWE Power AG und wurden für den Betrieb der Anlage im zweiten Quartal 2010 ausgegeben.

Bereits die 14. Ausschüttung hat der Exekutivrat CER-Gutschriften an die Deponie Bandeirantes in Brasilien vergeben. Die 2003 in Betrieb genommene Anlage zur Deponiegasverwertung erwirtschaftete in den ersten sieben Monaten des vergangenen Jahres insgesamt 192 460 CER, die von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), dem Schweizer Energiehändler Mercuria Energy Trading S.A. sowie der niederländischen Fortis-Bank aufgekauft wurden.

Die bundesdeutsche KfW-Bankengruppe und der Schweizer Energiehändler Mercuria Energy Trading SA erhalten auch in dieser Woche weitere Emissionsgutschriften aus ihrer Beteiligung am brasilianischen Deponiegasprojekt São João. Die Stromerzeugung aus den Deponiegasen wurde für das vierte Quartal 2009 mit 144 635 CER vergütet.

Die KfW erhält auch aus ihrer Beteiligung an dem Windpark Bayinhanggai (49,5 MW) in der chinesischen Autonomieregion Innere Mongolei weitere 99 992 CER, die für den Zeitraum vom 1. September 2009 bis zum 31. Mai 2010 ausgegeben wurden.

Aus ihrer Beteiligung am Wasserkraftwerk La Esperanza in Honduras können die KfW-Bankengruppe, der Chemiekonzern BASF SE und die gemeinnützige Atmosfair GmbH Zertifikate beziehen. Das Laufwasserkraftwerk mit einer installierten Leistung von 12,77 MW konnte vom 1. Januar 2008 bis zum 31. August 2009 insgesamt 51 660 CER erwirtschaften. Während KfW und BASF die Zertifikate für ihren CO2-Fonds bzw. für die Erfüllung der eigenen Compliance benötigen, nutzt Atmosfair die Zertifikate, um  für seine Kunden die CO2-Emissionenen von Flugreisen zu kompensieren.

Die anderen Projekte mit deutscher Beteiligung haben jeweils weniger als 50 000 CER erhalten; die übrigen Projekte, die in der vergangenen Woche Zertifikate erhalten haben, können aufgrund der hohen Anzahl der Ausschüttungen nicht näher beschrieben werden.

CER-Status
Mit den in der vergangenen Woche aktuell hinzugekommenen Zertifikaten steigt die Zahl der durch das UNFCCC ausgegebenen Emissionsgutschriften auf 511 605 902. Die 2 751 registrierten CDM-Projekte können in der Summe 424 102 585 t CO2-Äquivalent pro Jahr sparen. Jährlich kommen noch knapp 9,9 Mio. Emissionsrechte aus den 66 Vorhaben hinzu, die derzeit auf ihre Projektregistrierung warten.

 
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Montag, 17.01.2011, 14:28 Uhr