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EMISSIONSHANDEL:
CER-Ausschüttung: Zertifikatezufluss weiter auf hohem Niveau
Zwischen dem 5. bis zum 11. November hat der Exekutivrat des Clean Development Mechanism insgesamt 17 989 414 zertifizierte Emissionsgutschriften an 60 Projekte ausgegeben.
 
Damit konnte der Zertifikatezufluss nach dem deutlichen Anstieg aus der Vorwoche in der vergangenen Woche nochmals zulegen. Letzte Woche waren knapp 14,5 Mio. Emissionsgutschriften an 77 Projekte ausgegeben worden.

Mit insgesamt 4 748 232 Zertifikaten geht der größte Einzelposten der aktuellen Ausschüttungsrunde an ein Projekt zur HFC-23-Vermeidung in der chinesischen Provinz Jiangsu. Im Chemieunternehmen Jiangsu Meilan Chemical werden Kühlmittel hergestellt und das dabei anfallende Treibhausgas HFC-23 verbrannt. Von Dezember 2011 bis zum Februar 2012 konnten dadurch Emissionen über 2 855 871 t CO2-Äquivalent vermieden werden. Weitere 1 892 361 Zertifikate wurden für den Betrieb der Anlage im März und April dieses Jahres ausgestellt. Von den Emissionsgutschriften profitieren die Essener RWE Power AG und die Deutsche Bank sowie die Regierungen von Italien, Spanien, Dänemark, Holland, Kanada, Finnland, Norwegen, Schweden und verschiedene Industriebetriebe, Versorger, Fonds und Banken, die ebenfalls an dem Projekt beteiligt sind.

Auch das chinesische Chemiewerk Shandong Dongyue Chemical in Zibo konnte mit einer HFC-23-Anlage punkten. Im ersten Quartal 2012 konnten damit insgesamt 2 517 552 Emissionsrechte erwirtschaftet werden. Als Käufer der Zertifikate treten neben dem Betreiber die japanischen Industriekonzerne Mitsubishi und Nippon Steel sowie der Broker Natsource auf.

In der chinesischen Provinz Zhejiang verdienen Chemieunternehmen ebenfalls mit der Vermeidung von HFC-23 ihr Geld. Die Limin Chemical Co. hat mit ihrer CDM-Anlage in Linhai in den ersten drei Monaten dieses Jahres insgesamt 1 358 191 Emissionsgutschriften generieren können. Die Zertifikate gehen an die Handelstochter des italienischen Energiekonzerns Enel.

Auf dem vierten Rang der aktuellen Ausschüttungsrunde landet der britische Projektentwickler Camco International mit seiner Beteiligung an dem GuD-Kraftwerk Beijing Taiyanggong (780 MW). 1 199 351 CER erwirtschaftete die Anlage zwischen dem 28. August 2011 und dem 31. Mai 2012. Von der Zertifikatsausgabe profitiert neben Camco auch die australische Macquaire Bank Ltd., die ebenfalls Emissionsgutschriften für sich verbuchen kann.

Im chinesischen Zementwerk Zhejiang Juhua Co., Ltd. werden in einem schon lange bekannten CDM-Projekt die HFC-23-Emissionen abgebaut. Im April und Mai 2012 konnten hier 1 114 633 t CO2-Äquivalent vermieden werden. Von den dafür ausgegebenen Zertifikaten profitieren der britische Projektinvestor Climate Change Capital sowie die British Gas Trading, die Deutsche Bank, die Luxemburger Oz Carbon Trading und das Bankhaus Morgan Stanley.

Mit dem Wasserkraftwerk Hanjiang Shuhe (270 MW) in der zentralchinesischen Shaanxi-Provinz konnte der Projektinvestor Green Hercules Trading Ltd. zwischen dem 1. August 2011 und dem 30. April insgesamt 611 632 Emissionsgutschriften erwirtschaften.

Im südkoreanischen Ulsan werden bei einem Hersteller von Fluorchlorwasserstoffen die HFC-23-Emissionen aufgespalten und somit unschädlich gemacht. Zwischen dem 1. Juli und dem 24. November 2011 konnten damit 598 671 t CO2-Äquivalent vermieden werden. Die dafür ausgegebenen Zertifikate gehen zum Großteil an den japanischen Chemiekonzern Ineos Fluor Japan Ltd.

Das Instandhaltungsprojekt für die Pipelines der usbekischen Transportgesellschaft UzTransgaz hat die CO2-Emissionen durch Gaslecks minimiert. Dafür erhält der am Projekt beteiligte Climate Change Capital Carbon Fund II S.a.r.L. 544 317 Emissionsgutschriften, die für den Zeitraum vom 1. Oktober 2011 bis zum 31. März 2012 ausgegeben wurden.

Der Dortmunder Anlagenbauer Uhde hat im ägyptischen Abu Qir eine Anlage zur Aufspaltung des Treibhausgases N2O installiert. Die 425 693 Emissionsrechte, die für den Betrieb im ersten Quartal 2012 ausgegeben wurden, gehen an die österreichische Kommunalkredit und an den Essener Kraftwerksbetreiber RWE Power AG.

Weitere 408 935 CER wurden an das Forschungsinstitut Zhonghao Chenguang der chemischen Industrie in der chinesischen Provinz Sichuan ausgegeben. Dort wird eine Anlage zur Aufspaltung von HFC-23 betrieben. Die Zertifikate wurden für die Zeit vom 26. Januar bis zum 30. April 2012 berechnet. An diesem Projekt hat sich die Enel Trade S.p.A. beteiligt.

In der zentralchinesischen Shanxi-Provinz konnten zwischen dem 1. August 2011 und dem 30. April 2012 die Grubengas-Emissionen der Yangquan Cola Industry um insgesamt 388 252 t reduziert werden. Die ausgeschütteten Emissionsgutschriften gehen an den European Carbon Fund und die CO2-Dienstleister Natixis, Camco International sowie an die niederländische Fortis Intertrust und Orbeo aus Frankreich.

In einem Chemiewerk der Tianji Unternehmensgruppe in der nordchinesischen Provinz Shanxi hat der britisch-irische Projektentwickler EcoSecurities durch die Installation von Katalysatoren die bei der Düngemittelproduktion anfallenden N2O-Emissionen gemindert. Vom 28. Januar bis zum 30. Juli 2011 konnten dabei in der dritten Produktionslinie 325 176 CER erwirtschaftet werden. Die ausgegebenen Zertifikate gehen an Ecosecurities und an den Energiehändler Vitol.

EcoSecurities punktet auch mit seiner Beteiligung an dem Kohleminenprojekt Tianfu, bei dem die Grubengase der Chongqing Tianfu Mining Limited Liability Company energetisch verwertet werden. Zwischen dem 25. Februar 2010 und dem 29. Februar 2012 konnten hier Emissionen in Höhe von 310 519 t CO2-Äquivalent vermieden und als Emissionsgutschriften ausgeschüttet werden.

Die niederländische Tochtergesellschaft des Energiekonzerns Electrabel erhält 181 710 CER aus dem Wasserkraftprojekt Aksu Tumuxiuke (48 MW) in der chinesischen Autonomieregion Xinjiang Uigur, die für den Betrieb der Anlage zwischen dem 22. Mai 2011 und dem 21. Mai 2012 ausgegeben wurden.

Weitere 164 748 Zertifikate bezieht der Projektentwickler EcoSecurities aus dem Grubengasprojekt der Nantong Mining Limited Liability Company. Die Emissionsgutschriften wurden für den Betrieb der Anlage zwischen dem 1. August 2010 und dem 29. Februar 2012 ausgegeben.

In der chinesischen Jiangsu-Provinz hat sich der britische Projektentwickler Trading Emissions Plc. an einem Abhitzeprojekt beteiligt. Die energetische Nutzung der bei der Schwefelsäure-Produktion anfallenden Abwärme beschert dem Unternehmen zwischen dem 1. Juli 2011 und dem 31. März 2012 insgesamt 160 037 Emissionsgutschriften.

Die übrigen Projekte, die in der vergangenen Woche Emissionsgutschriften erhalten haben, bekamen jeweils weniger als 150 000 Zertifikate zugeteilt. Von ihnen sind 28 Projekte in China und sieben in Indien beheimatet. Drei Projekte in Vietnam und zwei in Brasilien erhielten in der aktuellen Ausschüttungsrunde Emissionsrechte. Zudem wurde in Brasilien, Malaysia, auf den Philippinen und in Südkorea je ein weiteres CDM-Projekt mit Emissionsrechten ausgestattet. Aus deutscher Sicht konnte der Kraftwerksbetreiber RWE Power AG aus seinen Beteiligungen an sechs chinesischen Wasserkraftwerken insgesamt 283 713 Zertifikate für sich verbuchen. Weitere 99 120 Zertifikate gehen an die Climate Cooporation Emissions Trading GmbH, die in dem 140 MW-Wasserkraftwerk Xinjiang Kalasuke erwirtschaftet wurden.

CER-Status
Mit den in der vergangenen Woche hinzugekommenen Zertifikaten steigt die Zahl der durch das UNFCCC ausgegebenen Emissionsgutschriften auf aktuell 1 059 814 421. Die 4 986 registrierten CDM-Projekte können in der Summe 687 200 646 t CO2-Äquivalent pro Jahr sparen. Jährlich kommen noch rund 26,3 Mio. Emissionsrechte aus den 263 Vorhaben hinzu, die derzeit auf ihre Projektregistrierung warten.

 
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Dienstag, 13.11.2012, 14:49 Uhr