• Strom etwas leichter, CO2 behauptet und Gas mit Aufschlägen
  • Erdgaspreise mit einigen Aufschlägen
  • Jenas neues Umspannwerk bekommt Schaltzellen
  • Uniper schwebt "Green Wilhelmshaven" vor
  • Netzbetreiber starten Vorstoß für standardisierte Offshore-Netze
  • 50 Hertz legt 500 Mio. Euro Anleihe auf
  • Norddeutsches Reallabor investiert 300 Mio. Euro in Wasserstoffintegration
  • Danske Commodities kommt gut durch das erste Corona-Jahr
  • HGÜ-Technik geht in die Cloud
  • Erdgas Schwaben übernimmt Maxenergy
Enerige & Management > Kernkraft - CEZ fordert staatliche Unterstützung für Temelin-Ausbau
Bild: Fotolia.com, aldorado
KERNKRAFT:
CEZ fordert staatliche Unterstützung für Temelin-Ausbau
Der Vorstandsvorsitzende des tschechischen Energiekonzerns CEZ Daniel Benes hält den Bau von zwei weiteren Reaktoren im tschechischen Kernkraftwerk Temelin ohne staatliche Unterstützung für nicht machbar.
 
Ein solches Vorhaben könne er in Zeiten der europäischen Energie-Krise vor Aktionären und Investoren nicht rechtfertigen, das Marktrisiko sei ohne staatliche Unterstützung oder Garantien zu groß, so Benes. Er will das derzeit laufende Ausschreibungsverfahren für den Ausbau des Kernkraftwerks stoppen, sollte er nicht bis Juni entsprechende Garantien vom Staat bekommen. Im derzeit laufenden Ausschreibungsverfahren sind noch das amerikanisch-japanische Unternehmen Westinghouse sowie das tschechisch-russische Konsortium MIR.1200 im Rennen. Nach aktuellen Schätzungen muss CEZ als Betreiber von Temelin insgesamt umgerechnet 11 Mrd. Euro in die Erweiterung investieren. Der tschechische Fiskus hält derzeit 69,78 % der CEZ-Aktien.
 
Beobachter in Prag vermuten hinter den Äußerungen des Unternehmenschefs, der auf Drängen von Finanzminister Andrej Babis vermutlich in Kürze seinen Hut nehmen muss, zweierlei. Zum einen sehen sie darin einen „letzten Appell an die Regierung“, die sich zunehmend vom Temelin-Ausbau distanziert. Der Industrie- und Handelsminister Jan Mladek hatte sich im März schon dahin gehend geäußert, dass er ein Ende des Ausschreibungsverfahrens „für die „wahrscheinlichere Variante halte“. Kurz darauf hatte sich Ministerpräsident Bohuslav Sobotka für einen Ausbau des Kernkraftwerks Dukovany ausgesprochen. Zum anderen verhandelt die tschechische Regierung derzeit über Hilfen für traditionelle Energieunternehmen, von denen Benes offenbar auch profitieren möchte. So will der Regierungschef eine Finanzspritze für den einzigen tschechischen Steinkohleförderer OKD durchsetzen; das Unternehmen ist eine hundertprozentige Tochter der niederländisch-britischen New World Resources.

 
Möchten Sie diese und weitere Nachrichten lesen?
 
 
Testen Sie E&M powernews
kostenlos und unverbindlich
  • Zwei Wochen kostenfreier Zugang
  • Zugang auf stündlich aktualisierte Nachrichten mit Prognose- und Marktdaten
  • + einmal täglich E&M daily
  • + zwei Ausgaben der Zeitung E&M
  • ohne automatische Verlängerung
 
Jetzt kostenlos testen
 
Login für Kunden
 

Kaufen Sie den Artikel
  • erhalten Sie sofort diesen redaktionellen Beitrag für nur € 2.98
 
JETZT ARTIKEL KAUFEN
Mehr zum Thema

 
Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?
 
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter  vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.
 
WEITERE INFORMATIONEN
© 2021 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 09.04.2014, 15:14 Uhr