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Enerige & Management > Klimaschutz - China verbietet schmutzige Kraftwerkskohle
Bild: Fotolia.com, Nicole Effinger
KLIMASCHUTZ:
China verbietet schmutzige Kraftwerkskohle
Die Regierung in Beijing will mit strengeren Auflagen für Kraftwerkskohle gegen die Luftverschmutzung vorgehen.
 
China kämpft immer mehr gegen die Luftverschmutzung, vor allem in den Ballungszentren im Süden am Pearl River Delta, im Osten an der Jangtse-Mündung und in Großstädten des Nordens wie Hebei, Tianjin und nicht zuletzt der Metropole Beijing. Nachdem in den ersten acht Monaten diesen Jahres die Kohleimporte Chinas schon um 5 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr gefallen sind, hat China jetzt beschlossen, die Verfeuerung von Kraftwerkskohle mit mehr als 16 % Ascheanteil und mehr als 1 % Schwefel ab 2015 strengstens zu verbieten. Das entspricht dem Importverbot für Kraftwerkskohle mit 40 % Asche und mehr als 3 % Schwefelanteil. Da der Transport solche Kohle künftig in China ebenfalls verboten ist, gibt es auch keine Möglichkeit, die Kohle im Lande noch durch Mischung etwas aufzubessern.
 
Das Verbot trifft vor allem die großen Bergbaukonzerne wie BHP Billion, Rio Tinto oder Glencore, die Erz und Kohle vor allem aus Australien, aber auch Südafrika nach China liefern. China bekommt bisher rund 25 % der australischen Kohleexporte, davon sind 54 Mio. t Kraftwerkskohle und rund 30 Mio. t vor allem für die Stahlindustrie benötigte Kokskohle. Nach Einschätzung der Consultinggruppe Wood Mackenzie erfüllt bisher bestenfalls die australische Kokskohle die neuen Auflagen, die Kraftwerkskohle aber keinesfalls. China ist aber fest entschlossen, endlich etwas geben die Luftverschmutzung zu tun und kann es sich offenbar leisten, auf minderwertige Importkohle zu verzichten. Denn zum einen ist der Stromverbrauch im August zum ersten Mal seit vier Jahren um 2 % und das Aufkommen an Kohlestrom um 11 % gefallen, zum anderen hat China einige Strom-Fernleitungen in Betrieb nehmen können. Damit rückt die Kette neuer Wasserkraftwerke im Westen Chinas ebenso näher an die Bedarfszentren in den östlichen Landesteilen heran wie die moderne Stromerzeugung aus eigenen Kohlevorkommen im Westen.

 
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Donnerstag, 18.09.2014, 14:30 Uhr