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EMISSIONSHANDEL:
CO2-Plattformen wollen kooperieren
Mit ihrer Absichtserklärung über eine Zusammenarbeit haben die niederländische New Values und die spanische SendeCO2 den Startpunkt für den Konsolidierungsprozess der europäischen Emissionshandelsplattformen gesetzt.
 

Wie die beiden Handelsplatzbetreiber in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilen, planen sie eine „strategische Allianz“ die auf den Aufbau eines „pan-europäischen Marktes“ für EU-Emissionsrechte zielt. „Wir werden jeweils das Beste aus beiden Konzepten nehmen“, kündigte Axel Posthumus, Geschäftsführer von New Values, gegenüber Energie & Management an. Um welche Elemente es sich dabei im Einzelnen handeln werde, ließ er allerdings noch offen.

New Values ist eine Tochter der niederländischen Rabobank und des nationalen Übertragungsnetzbetreibers TenneT und wollte ursprünglich ab dem 1. März 2005 über ihre Plattform „Climex“ einen Spothandel für Emissionsrechte abwickeln. Für das Clearing waren die Einrichtungen der niederländischen Energiebörse APX, deren eigener Spotmarkt von TenneT übernommen wurde, vorgesehen. Vermutlich wird die APX im Boot bleiben, da die spanische SendeCO2 ihren Teilnehmern diese Funktion zunächst nicht anzubieten beabsichtigte. Im Gespräch mit Energie & Management bekräftigte SendeCO2-Geschäftsführer Javier Tordable-Parcerisa, „ein Tor nach Spanien“ für potenzielle Verkäufer von Emissionsrechten aus Nordeuropa öffnen zu wollen. Schließlich seien aller Voraussicht nach die meisten spanischen Anlagenbetreiber bei Emissionsrechten „short“, müssten also zukaufen, um ihr Emissionsbudget einzuhalten.

Nach Aussage der beiden Geschäftsführer, soll sich das gemeinsame Konzept nicht nur auf die bisherigen Zielmärkte Benelux-Staaten, Großbritannien und Deutschland (New Values) sowie Spanien (SendeCO2) erstrecken, sondern auch Italien, Frankreich und Portugal einschließen.

Marktbeobachter gehen davon aus, dass für lediglich ein bis zwei Börsen bzw. Plattformen im europäischen Emissionsrechtehandel Platz ist (siehe Energie & Management, 1. März 2005, S.10 und 15. Februar 2005, S. 26). Ähnlich wie im Strommarkt kurz nach der Liberalisierung werden ihrer Ansicht nach die einzelnen Handelsplätze mit einer zersplitterten und in diesem Jahr noch allgemein recht geringen Liquidität zu kämpfen haben, was zwangsläufig zu Kooperationen und Fusionen führen werde.

 


 
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Dienstag, 08.03.2005, 14:07 Uhr