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Enerige & Management > Effizienz - Das Nullenergie-Rathaus als dezentrales Kraftwerk
Bild: Rido / Shutterstock.com
EFFIZIENZ:
Das Nullenergie-Rathaus als dezentrales Kraftwerk
Das unter anderem vom Regionalversorger Badenova mitentwickelte Freiburger Rathaus ist das größte Nullenergiegebäude Europas und soll künftig als dezentrales Kraftwerk dem Netz dienen.
 
Zu diesem Schluss kamen die Projektpartner, zu denen neben Badenova unter anderem auch das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, die DS-Plan GmbH und die Stadt Freiburg gehören, in einem Workshop.

Das 2017 nach dreijähriger Bauzeit fertiggestellte „Rathaus im Stühlinger“ bietet auf 22.650 Quadratmetern Nettogrundfläche Platz für 840 Mitarbeiter. Für die Energiegewinnung am Gebäude wird die gesamte Gebäudehülle genutzt: Photovoltaik (PV) ist unter anderem in die Fassade integriert, auf dem Dach befinden sich zusätzlich PV-Module und Hybridkollektoren (photovoltaisch-thermische Kollektoren – PVT) zur gleichzeitigen Bereitstellung von elektrischem Strom und Wärme, unter anderem für die Kantine.

Die Heizung basiert auf zwei Grundwasser-Wärmepumpen, gekühlt wird über einen Grundwasser-Wärmetauscher. Heizung und Kühlung erfolgen energieeffizient über Flächensysteme, Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung bilden das Belüftungskonzept.

„Für Gebäude dieser Größenordnung ist eine ausgeglichene – oder positive – Jahresenergiebilanz eine Herausforderung“, sagt Peter Engelmann, der das Projekt am Fraunhofer ISE leitet. Bei größeren Gebäuden sinkt relativ zur Nutzfläche die zur lokalen Energiegewinnung über Photovoltaik verfügbare Hüllfläche. Das Rathaus im Stühlinger zeige aber, dass dies trotzdem gelingen könne.
 
Das Freiburger „Rathaus im Stühlinger“
Foto: Fraunhofer ISE


In dem vierjährigen Forschungsprojekt „Rathaus Freiburg – Netzdienliches Netto-Nullenergie Bürogebäude“, das vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) gefördert wurde, hat das Fraunhofer ISE zusammen mit den Projektpartnern Werkzeuge zur Planung und Erfolgskontrolle des Plusenergiegebäudes eingesetzt und weiterentwickelt. Während der Betriebsführung werden die dynamischen Lastprofile von Bedarf und Erzeugung optimiert. Im ersten vollen Betriebsjahr 2018 wurde das Energieziel fast erreicht.

Darüber hinaus können Gebäude mit eigener Stromerzeugung wie das Rathaus jedoch auch als „dezentrale Kraftwerke“ überschüssigen Strom ins Netz einspeisen oder sogar ihren Strombezug zur Wärme- und Kältebereitstellung an die Bedürfnisse der Netze anpassen und damit in Zukunft aktiv eine netzdienliche Rolle spielen.

In verschiedenen Forschungsprojekten entwickeln sowohl das Fraunhofer ISE als auch die Badenova Betriebs- und Regelstrategien. Diese sollen neben Anforderungen aus der Bedarfsdeckung im Gebäude (maximale Effizienz, Komfort) sowohl die Herausforderungen eines auf Erneuerbaren basierenden Energiesystems beinhalten (maximale Flexibilität) als auch die Stabilität und Qualität der Versorgungsnetze berücksichtigen.

 
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Mittwoch, 27.11.2019, 14:16 Uhr