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Enerige & Management > Vertrieb - DEG geht in Insolvenz in Eigenverwaltung
Bild: ty, Fotolia
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DEG geht in Insolvenz in Eigenverwaltung
Die Deutsche Energie GmbH (DEG) ist insolvent. Zuvor hatten alle vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber die Verträge mit dem baden-württembergischen Versorger gekündigt.
 
 
 
Am 22. Dezember hat die DEG die Belieferung ihrer Kunden mit Strom und Gas eingestellt, so dass diese auf ihre Grundversorger zurückgreifen mussten. Zunächst hatte der Netzbetreiber Tennet mit Sitz in Bayreuth die Zusammenarbeit aufgekündigt, dann waren Transnet BW, Amprion und zuletzt 50 Hertz abgesprungen.

Tennet begründete den Schritt damit, dass das Unternehmen mit Sitz in Erlenbach bei Heilbronn trotz mehrfacher Aufforderung die Ökostromumlage nicht bezahlt habe, mit der die erneuerbaren Energien subventioniert werden. Letztlich sei es auch um den Schutz der Verbraucher gegangen, erklärte eine Unternehmenssprecherin: Sie hätten am Ende für die ausbleibenden EEG-Zahlungen aufkommen müssen.

Das Amtsgericht Heilbronn hat jetzt über die DEG die Insolvenz in vorläufiger Eigenverwaltung angeordnet. Die Insolvenz in Eigenverwaltung erfolgt anders als beim normalen Insolvenzverfahren nicht durch einen Insolvenzverwalter, sondern durch das Unternehmen selbst. Ein durch das Insolvenzgericht bestellter Sachwalter überwacht das Verfahren. 

Zum vorläufigen Sachwalter wurde der Rechtsanwalt Prof. Martin Hörmann von der Stuttgarter Kanzlei Anchor ernannt. Er hatte zuletzt die Insolvenz des Küchenherstellers Alno mitbetreut.

Zum Politikum entwickelt sich der Fall nach einem Bericht von MDR und Heilbronner Stimme in Erfurt. Dort hatte das Unternehmen im Sommer 2018 den langjährigen Versorger, die Stadtwerke Erfurt unterboten. Von Januar an sollte die DEG die Stadt mit Strom und Gas für Schulen und Kindergärten, Straßenbeleuchtung, Tierpark, Sporthallen und Theater beliefern. Das Auftragsvolumen wurde mit 17 Mio. Euro beziffert. Im Erfurter Rathaus sind die Lichter zum Jahreswechsel aber nicht ausgegangen. Auch hier ist der Grundversorger eingesprungen: Die Stadtwerke Erfurt. Wegen der kurzfristigen Belieferung allerdings sicher zu deutlich höheren Preisen.

DEG erwirtschaftete nach eigenen Angaben mit 100 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 800 Mio. Euro. Das Unternehmen war 2013 von Geschäftsführer Tillmann Raith gegründet worden. Zu den 50 000 Kunden zählten auch der Deutsche Bundestag in Berlin, die Hamburger Elbphilharmonie und der Norddeutsche Rundfunk in Hamburg.



 

 
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Mittwoch, 02.01.2019, 13:11 Uhr