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Enerige & Management > Klimaschutz - Der Spitzenreiter kommt nur auf Platz vier
Bild: malp / Fotolia
KLIMASCHUTZ:
Der Spitzenreiter kommt nur auf Platz vier
Die ersten drei Plätze bleiben leer. Der Klimaschutz-Index CCPI 2021 listet die Fortschritte und Rückschritte der Staaten beim Klimaschutz auf. Ganz vorne: Schweden. Am Ende die USA.
 
Der Climate Change Performance Index wird alljährlich von der Umweltorganisation Germanwatch veröffentlicht. Er bewertet die Bemühungen der Länder weltweit beim Klimaschutz. Dafür werden die Emissionen, der Einsatz von erneuerbaren Energien, Energieverbrauch und die Klimapolitik unter die Lupe genommen.

Bei der Bewertung qualifiziert sich kein Land für die Gruppe "sehr gut", so dass die ersten drei Plätze frei bleiben und Schweden auf Platz vier den Anfang macht.
Deutschland nimmt Platz 19 ein und kann sich etwas verbessern. Große Auffälligkeiten ergeben sich in keinem Sektor, der Einsatz von Erneuerbaren fällt allerdings eher durch einen recht durchschnittlichen Wert auf.

Die EU insgesamt landet auf Platz 16. Damit steigt sie von Rang 22 zwar deutlich auf, gibt aber dennoch ein eher gespaltenes Bild ab: Skandinavische Staaten befinden sich im vorderen Bereich der Tabelle, auch Portugal klettert nach oben, mit Ungarn, Polen, Tschechien, Slowenien und Zypern gibt es allerdings Ausreißer nach unten.

Die Spitzengruppe mit Schweden (Platz 4), dem Vereinigten Königreich (5) und Dänemark (6) zeichnet sich durch einen überdurchschnittlichen
Wert bei den Erneuerbaren aus. Allerdings, so heißt es in der Studie, können nicht einmal durch ihre Anstrengungen die Pariser Klimaziele erreicht werden. Den Schweden, die bei Treibhausgasemissionen, erneuerbaren Energien und Klimapolitik Topwerte erreichen, hat der hohe Energieverbrauch den Aufstieg ins Spitzensegment verhagelt.

USA vereint mit dem Iran am Ende

„Unser Klimaschutz-Index zeigt deutlich, dass die EU am Scheideweg steht", sagt Jan Burck, Hauptautor des von seiner Organisation Germanwatch in Kooperation mit dem New Climate Institute erstellten Index. „Die EU kann mit einem grün ausgerichteten Wiederaufbau nach der Corona-Krise, einem ehrgeizigeren neuen Klimaziel für 2030 und einer guten Umsetzung und Weiterentwicklung ihres Green Deal zum Zugpferd beim Klimaschutz werden.“ Sie könne aber auch schwer ins Straucheln geraten, wenn sie Greenwashing statt Green Recovery betreibt und unzureichende Ziele sowie Instrumente im European Green Deal umsetzt.

Erfreulich: Mit Marokko, Chile und Indien gehören mittlerweile auch drei Entwicklungsländer zu den Top Ten im Ranking. Unerfreulich ist naturgemäß der Blick ans Ende der Tabelle, der immerhin auch zeigt, dass die USA (letzter Platz 61) mit dem Iran (59) sehr viel mehr gemeinsam haben, als es dem Noch-Präsidenten Donald Trump recht sein dürfte. Platz 60 belegt Saudi-Arabien. Auch Kanada, Australien, Südkorea und Russland finden sich bei den Schlusslichtern.

Das Abschneiden der USA bezeichnet der Bericht als desaströs, zum zweiten Mal seien sie jetzt Letzter und schneiden in drei von vier Kategorien sehr schlecht ab. Nur bei den Erneuerbaren bringen sie es auf schlecht.

Besonders fällt dabei der Bereich Klimapolitik auf, der auf der Grafik von einem kaum erkennbaren Balken dargestellt wird. Nicht nur hier schneidet der Iran deutlich besser ab. Eine gewisse Hoffnung setzt der CCPI-Report auf Joe Biden, verweist aber auf die Unsicherheiten durch die Machtverhältnisse im Senat, der die angekündigten Verbesserungen blockieren könnte.

Das Ranking   findet sich auf der Internetseite von Germanwatch.
 Fünf Jahre Pariser KlimaabkommenDen globalen Temperaturanstieg auf deutlich unter zwei, möglichst unter 1,5 Grad relativ zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen, ist das Ziel des Pariser Abkommens. Es wurde vor fünf Jahren geschlossen.

Für Ottmar Edenhofer, Direktur des Mercator Research Institute on Global Commons und Clima Change (MCC), ist das Jubiläum kein Grund, sich zurückzulehnen. Die seither beim Uno-Klimasekretariat eingereichten Selbstverpflichtungen der Vertragsstaaten reichten noch nicht zum Einhalten der Temperaturziele. Und die globale Kooperation beim Klimaschutz habe in den letzten Jahren gelitten.

Doch Edenhofer sieht auch neue Chancen: „Die drei größten Klimagas-Verursacher China, USA und EU nennen neuerdings allesamt das Ziel „Netto-null“ Emissionen. Die großen Konjunkturpakete der Industriestaaten infolge der Corona-Krise bieten zusätzliche Ressourcen auch für die Klimafinanzierung."

 
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