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Enerige & Management > Windkraft Offshore - Deutschland-Premiere für eine 8-MW-Windturbine
Bild: Adwen
WINDKRAFT OFFSHORE:
Deutschland-Premiere für eine 8-MW-Windturbine
In Bremerhaven stehen die Errichtigungsarbeiten von Adwens erster 8-MW-Windturbine, die für den Offshore-Windeinsatz entwickelt worden ist, kurz vor dem Abschluss.
 
Die Errichtung von Deutschlands bislang leistungsstärkster Windturbine dürfte an diesem ersten Mai-Wochenende im Süden Bremerhavens abgeschlossen sein. Mit der Adwen AD 8-180, so die unternehmensinterne Typenbezeichnung, gibt es dann zum ersten Mal eine 8-MW-Anlage mit gleich 180 Meter Rotordurchmesser auf deutschem Boden. Gedacht und entwickelt ist die AD 8-180 aber vor allem für den Einsatz auf See. Größte Windturbine an Land war hierzulande Enercons Flaggschiff E-126 (so die alte Typenbezeichnung), das es auf eine Generatorleistung von 7,58 MW bringt.

Betreiber des Prototypen auf einem 115 m hohen Turm wird das ebenfalls in Bremerhaben ansässige Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) sein. Vor wenigen Wochen hatte das IWES rund 18,5 Mio. Fördergelder vom Bundeswirtschaftsministerium für den Kauf der Anlagen und den Aufbau ein neues Testfeld für Offshore-Windturbinen auf dem stillgelegten Flugplatz Luneort erhalten.

Die IWES-Experten in Bremerhaven hatten in den vergangenen Monaten bereits die Gondel und die 88 m langen Rotorblätter der neuen AD 8-180 getestet. Die Adwen-Anlage dürfte damit die am besten vorab untersuchte Offshore-Windturbine werden, bevor es zum Einsatz auf See kommt. Ob und wann das allerdings der Fall sein wird, ist völlig offen. Das weitere „Schicksal“ der neuen 8-MW-Anlage hängt vom Siemens-Konzern ab.

Zum Hintergrund: Adwen ist als Jointventure zwischen der spanischen Gamesa-Gruppe und Areva Wind gestartet. Gamesa hat sich vor wenigen Monaten mit Siemens zu einem Gemeinschaftsunternehmen zusammengeschlossen, an dem es 41 % der Anteile hält. Im Zuge dieses Mergers hat das Areva-Management bekannt gegeben, seine Adwen-Anteile an Gamesa und damit indirekt an Siemens zu verkaufen. Siemens selbst entwickelt derzeit eine neue Großturbine mit einer Leistung von mehr als 10 MW, heißt es in Branchenkreisen. Die Anlage soll später im neuen Produktionswerk in Cuxhaven gefertigt werden, das derzeit gebaut wird. Sprich, Siemens braucht die neue Adwen-Anlage nicht.
 
Adwen-Geschäftsführer Luis Álvarez sieht dennoch Chancen für die neue Anlage: „Wir konnten unsere Technologie bereits im IWES-Gondelprüfstand intensiv validieren und uns von der Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Anlage überzeugen. Dies ist essentiell, wenn wir weiter die Energiegestehungskosten von Offshore-Windenergie verringern wollen.“ Als marktreife Anlage, so seine Hoffnung, werde die AD 8-180 schon durch ihre hohe Leistung zur Kostensenkung beitragen.

 
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Freitag, 28.04.2017, 16:03 Uhr