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Enerige & Management > Klimaschutz - Digitaler Klimagipfel zum Paris-Jubiläum
Bild: Fotolia.com, Nicole Effinger
KLIMASCHUTZ:
Digitaler Klimagipfel zum Paris-Jubiläum
Wegen der Corona-Pandemie gab es zum fünften Geburtstag des Klimaabkommens von Paris am 12. Dezember zwar keine große UN-Konferenz, aber immerhin einen digitalen Mini-Gipfel.
 
(dpa) - Fünf Jahre nach der Einigung auf das Pariser Klimaabkommen und mitten in der Corona-Pandemie sollte dieser Gipfel ein Zeichen setzen: Der Klimaschutz macht keine Pause. 

Mehr als 70 Staats- und Regierungschefs und sogar Papst Franziskus versprachen mehr Engagement im Kampf gegen den Klimawandel. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte beim "Climate Ambition Summit" (Gipfel für Klima-Ehrgeiz) knapp eine halbe Milliarde Euro für ärmere Länder zu. Vor allem die Energiewende in Afrika soll damit vorangebracht werden.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen konnte die Einigung auf ein ehrgeizigeres EU-Klimaziel für 2030 verkünden - nämlich 55 % weniger CO2-Ausstoß als 1990. Großbritanniens Premier Boris Johnson, Gastgeber des nächsten Klimagipfels in Glasgow, hatte schon vorab mit einem 68-%-Ziel für Aufsehen gesorgt. Beides hob UN-Generalsekretär Antonio Guterres lobend hervor. 

Mit Spannung wurde Chinas Auftritt erwartet. Bekannt war, dass das Land mit dem größten Treibhausgasausstoß nun "vor 2030" beginnen will, die Emissionen zu senken, und "vor 2060" unterm Strich bei null sein will. Nun sagte Präsident Xi Jinping zu, bis 2030 die Emissionen deutlich stärker vom Wirtschaftswachstum zu entkoppeln, den Anteil nicht-fossiler Energien am Energieverbrauch auf etwa 25 % zu steigern und Wind- und Solarstrom stark auszubauen. "China hält seine Zusagen immer ein", fügte er hinzu. Barbados und die Malediven wollen schon 2030 keine Treibhausgase mehr ausstoßen. Finnland will 2035 so weit sein, Österreich 2040, fünfzehn und zehn Jahre vor der EU. 

Wichtig auch: Wer nicht dabei war 

Sprechen durfte bei dem rund sechsstündigen Gipfel nur, wer aus Sicht der Gastgeber wirklich etwas vorzuweisen hatte. Damit wolle Guterres zusammen mit Großbritannien, Chile, Frankreich und Italien Druck aufbauen im Corona-Jahr 2020, in dem die große UN-Klimakonferenz ausfallen musste. Der Gipfel in Glasgow findet erst Ende 2021 statt. Für die Klimadiplomatie ist das ein Problem, denn eigentlich hätten zu diesem Gipfel erstmals alle Länder neue und verbesserte nationale Klimaschutzpläne vorlegen sollen. Das soll künftig alle fünf Jahre passieren. Die Geburtstagsfeier für das Abkommen sollte zeigen: Viele liefern trotz allem.  
Daher war auch wichtig, wer nicht dabei war: Vor allem natürlich die USA, die seit Anfang November nicht mehr Teil des Pariser Abkommens sind. Der gewählte Präsident Joe Biden nutzte die Gelegenheit, um aus der Ferne zu bekräftigen, dass er am ersten Tag seiner Amtszeit wieder beitreten wolle. Zudem meldeten sich Vertreter von Bundesstaaten und Städten in den USA zu Wort, die betonten, dass auch unter Präsident Donald Trump das Engagement weitergegangen sei. Es fehlten auch Australien oder Brasilien, Russland, Saudi-Arabien und viele andere, die bei den Klimaverhandlungen als Bremser gelten. 

"Der Gipfel hat jetzt ein starkes Signal gesendet, dass mehr Länder und mehr Unternehmen bereit sind zu mutigem Klimaschutz, von dem unsere Sicherheit und unser Wohlstand in Zukunft abhängen", lobte Guterres. Alle anderen Staaten müssten sich dem nun rasch anschließen. 

Hart ins Gericht mit dem Gipfel ging Greta Thunberg. "Beim Climate Ambition Summit feiern Anführer ihre schamlosen Schlupflöcher, leeren Worte, unzureichenden Fernziele und den Raub heutiger und künftiger Lebensbedingungen - und nennen es Ehrgeiz", schrieb das Gesicht der Bewegung Fridays for Future auf Twitter. 

 
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Montag, 14.12.2020, 08:57 Uhr