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Enerige & Management > Elektrofahrzeuge - E-Auto-Verband zieht nach zehn Jahren Bilanz
Bild: Jonas Rosenberger / E&M
ELEKTROFAHRZEUGE:
E-Auto-Verband zieht nach zehn Jahren Bilanz
Der Bundesverband Elektromobilität (BEM) hat sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. In einer Rede äußerte sich Präsident Sigl zum aktuellen Stand der Technologie.
 
In einer Rede anlässlich des Verbandsjubiläums am 24. Mai sagte Kurt Sigl, Präsident des BEM: „Wir beobachten großen Mut und Kooperationswille, gemeinsam in ein neues Zeitalter nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung zu rollen und erleben gleichzeitig Unschlüssigkeit, Widerstand und Ahnungslosigkeit bei denen, die die Rahmenbedingungen setzen. Hier herrschen alte Akteure über den Erfolg der Elektromobilität, obwohl neues Denken erforderlich ist“, sagte Sigl laut einer Mitteilung des BEM. Die größte Anstrengung liege in unseren Köpfen. Man müsse „alte Denkschablonen“ ablegen und „neue Realitäten organisieren“.

Sigl sagte, dass die Politik den Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität nicht entschieden genug angehe: Die Ministerien, Arbeitsgruppen und Fachkongresse schieben sich gegenseitig die Papiere zu, statt die Energie- und Mobilitätswende gemeinsam zu lösen. Es fehlt ein Masterplan, wie er in den Nachbarländern üblich ist“. Zudem müsse auch rechtliche Klarheit in Bezug auf die Installation von Ladestationen an Wohnhäusern und Bürogebäuden entstehen.

Sigl kritisierte die aktuelle Förderung der Dieseltechnologie und nannte eine Summe von 7 Mrd. Euro jährlich: „Das ist das Geld, womit die Anreize für den Kauf von Elektrofahrzeugen belebt werden könnten.“ Auch könnten die Mittel beispielsweise in eine bessere Ladeinfrastruktur, die Senkung der Mehrwertsteuer beim Neuwagenkauf, in kostenfreies Laden an öffentlichen Gebäuden oder andere Privilegien für E-Auto-Fahrer fließen.

Elektromobilität sei keine reine Marketingmaßnahme, sondern für Autobauer entscheidend, da bis 2030 nur dann die Emissionsziele des Verkehrssektors eingehalten werden könnten, wenn bis dahin jeder zweite Neuwagen in Deutschland elektrisch betrieben werde.

Der 2009 gegründete BEM vereint Unternehmen, Institutionen, Wissenschaftler und Anwender aus dem Bereich der Elektromobilität. Ziel des Verbands ist es, die Mobilität in Deutschland auf Basis Erneuerbarer Energien auf Elektromobilität umzustellen.

Mehrheit sieht E-Mobilität positiv

Einer aktuellen Umfrage von Innofact zufolge befürwortet die Mehrheit der Deutschen (57,9 %) den Gedanken der Elektromobilität. 38 % stehen ihr ablehnend gegenüber. Wie das Vergleichsportal Verivox als Auftraggeber der Umfrage mitteilt, gaben 49,4 % aller Befragten an, dass sie glauben, dass E-Autos zur Minderung des CO2-Ausstoßes beitragen können. 40,3 % hingegen glauben das nicht und erklären, dass Elektroautos über die gesamte Wertschöpfungskette betrachtet einen genauso großen CO2-Fußabdruck hätten wie Autos mit fossilem Antrieb.

 
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Montag, 27.05.2019, 11:18 Uhr