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Enerige & Management > Elektrofahrzeuge - E-Autos zapfen Strom von Bus-Oberleitungen ab
Bild: electriceye / Fotolia
ELEKTROFAHRZEUGE:
E-Autos zapfen Strom von Bus-Oberleitungen ab
Alles Gute kommt von oben. Ein Projekt im schweizerischen Luzern beschreitet neue Wege, um Elektroautos mit erneuerbarem Strom aus Trolleybus-Leitungen schneller zu betanken.
 
Seit dem 19. Mai können private Elektroautos in der Gemeinde Kriens binnen zehn Minuten Strom für bis zu 100 Kilometer Reichweite nachladen. Dies sei ein Beitrag für nachhaltige Mobilität im urbanen Raum, heißt es in einer Mitteilung der Projektbeteiligten. Das sind der Energie- und IT-Konzern Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW), die Verkehrsbetriebe Luzern AG (VBL) und das Kraftstoff- und Tankstellen-Unternehmen Avia Schätzle AG. Das Schweizer Bundesamt für Energie (BFE) fördert die Idee im Rahmen des Pilot- und Demonstrationsprogramms, das neue Technologien zur Marktreife führen soll.

Die Lösung, eine Leitung oberirdisch vom Bus-Oberleitungsnetz zu einer Schnellladestation zu führen, profitiert besonders davon, dass im Raum Luzern das Fahrleitungsnetz zentral entlang der Hauptverkehrsachsen verläuft. Die Leitungsverbindung zur ersten in Betrieb genommenen Schnellladestation einer Avia Tankstelle in Kriens ist daher vergleichsweise kurz und weniger aufwändig. Als weiteren Vorteil sehen die Betreiber es an, auf einfache Weise mehr Ladeleistung zur Verfügung stellen zu können. Dies beschleunigt den Ladevorgang. Letztlich entfallen übliche Erdarbeiten, um Leitungen und Anschlüsse zu verlegen.

VDV: Modell auch im Straßenbahnnetz denkbar

Die über die Busleitung gespeiste Ladestation ist Teil des öffentlichen Ladenetzes Move, das in der Schweiz über 800 Ladepunkte verfügt und in Europa auf etwa 20.000 Stationen kommt. Für die E-Mobilität in städtischer Umgebung erhoffen sich die beteiligten Unternehmen durch den neuen Komfort einen Schub. Denn öffentliche Ladestationen seien „in der Regel deutlich langsamer als die neue Schnellladestation“. Dazu verfügten viele Mietwohnanlagen noch nicht über Ladestationen. Wer schnell nachladen möchte, heißt es, müsse häufig noch eine Raststätte an Autobahnen ansteuern.

Was bei Oberleitungssystemen von elektrifizierten Bussen nun möglich ist, sei auch für ähnliche Infrastrukturen wie etwa dem Straßenbahnverkehr denkbar, sagt Eike Arnold, Sprecher des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), gegenüber E&M. Dafür müsse eine Schnellladestation am selben Knotenpunkt zur Stromübergabe und somit demselben Trafo hängen. Bei solchen Lösungen seien von den Beteiligten aber auch steuerrechtliche Fragen zu klären, etwa, ob Strom aus dem Fahrstromnetz des Verkehrsbetriebs an Dritte verkauft werde.

 
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Dienstag, 19.05.2020, 16:14 Uhr