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Enerige & Management > Elektrofahrzeuge - E-Mobilität harmonisch ins Stromnetz integrieren
Bild: JiSIGN / Fotolia
ELEKTROFAHRZEUGE:
E-Mobilität harmonisch ins Stromnetz integrieren
Mit dem Zusammenspiel von E-Mobilität und Stromnetz befasst sich man sich derzeit intensiv beim Bayernwerk.
 

Alle 1.500 Dienstwagen will das Energieunternehmen Bayernwerk bis 2030 gegen Elektrofahrzeuge austauschen. Darüber hinaus sind die Auswirkungen der Elektromobilität auf das Stromnetz Gegenstand von zwei Forschungsprojekten.

Bei „MerGE“ (Merging Grid & Emobility) untersucht die Eon-Tochter zusammen mit Audi, welche Impulse sich für netzdienliches Nutzerverhalten anbieten. Dabei geht es um die sinnvolle Lastverteilung während der Ladezyklen und darum, welche Zeiten fürs Laden günstig sind und welche weniger. Herausfinden sollen das 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Sie erhalten für ein Jahr einen Audi e-tron. Die Teilnehmer werden, so Technik-Vorstand Egon Westphal, intern ausgelost, die Fahrzeuge dann Ende Februar übergeben.

Zusammen mit BMW ist man beim Bayernwerk im zweiten Projekt unterwegs: „Bidirektionales Lademanagement“ (BDL). Elektrische Energie kann nicht nur in die Batterie des E-Autos eingespeist werden, sondern sie lässt sich auch in umgekehrter Richtung dem Stromnetz oder dem heimischen Haushalt zur Verfügung stellen. Die Batterie als mobiler Stromspeicher also, die bei Bedarf Energie zur anderweitigen Verwendung abgeben kann.

Westphal verdeutlichte bei einer Veranstaltung am Bayernwerk-Hauptsitz in Regensburg das enorme Potenzial, um das es geht: Schon heute haben E-Autos der Kompaktklasse Batteriekapazitäten von rund 40 kWh, bei Premiumfahrzeugen sind es bis zu 100 kWh. Den Strombedarf eines Vier-Personen-Haushalts beziffert man beim Bayernwerk mit rund 10 kWh täglich. Ein E-Auto wäre damit in der Lage, einen Haushalt mehrere Tage zu versorgen. Ein weiterer interessanter Aspekt: Die Energie kann an beliebigen Orten bereitgestellt werden.

Auto- und Ladesäulenhersteller sowie die Netzbetreiber müssten an einem Strang ziehen und abgestimmte Lösungen entwickeln, forderte Westphal. Entsprechende Kooperationen unter dem Dach des Verbandes der Automobilindustrie seien im Gange und man werde sich beteiligen. Es gelte, branchenübergreifende Standards zu entwickeln, um E-Mobilität harmonisch ins Stromnetz zu integrieren. Bereits jetzt ins Bayernwerk-Netz integriert sind 1.600 Ladepunkte für Elektroautos.


 
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