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Enerige & Management > Wärme - Enercity setzt auf Grüne Wärme
Bild: Fotolia.com, Gor Grigoryan
WÄRME:
Enercity setzt auf Grüne Wärme
Die Strategie als kommunaler Energiedienstleister scheint bei Enercity in Hannover aufzugehen. Jetzt stehen grüne Wärme und neue Contractingprodukte im Fokus.
 
Rund 20 Mio. Euro will der kommunale Energiedienstleister Enercity in den nächsten Jahren in Biogasanlagen investieren, deren Stromerzeugung nach EEG gefördert wird. „Unser Ziel ist es, die Anlagen für die Zeit nach dem Auslaufen der EEG-Förderung wirtschaftlich fit zu machen“, erklärte Vorstandschefin Susanna Zapreva bei der Vorstellung der Quartalszahlen in Hannover.

Enercity setzt stark auf erneuerbare Energien und will bis 2035 den regenerativen Anteil an der eigenen Stromerzeugung auf 50 % erhöhen. Mit den Töchtern Danpower, Enercity Contracting und Energie-Projektgesellschaft Langenhagen (EPL) gehört der Kommunalversorger auch zu den größten Contractinganbietern in Deutschland.
 
Der Enercity-Vorstand ist zufrieden: Arbeitsdirektor Kai-Uwe Weitz, Susanna Zapreva und Marc Hansmann (v.l.)
Bild: Syno
Allein Danpower betreibt 37 Biogasanlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung. Bei der ersten läuft 2024 die EEG-Förderung aus. Das Fitness-Programm sieht den Bau weitere BHKW-Module, die Erhöhung der Wirtschaftlichkeit der Biogasproduktion durch technische Aufrüstung und den Zubau von Biomethanaufbereitungsanlagen zur Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz vor.

Für das Biomasseheizwerk im bayerischen Pfaffenhofen hat Danpower bei der diesjährigen EEG-Auktion für Bestandsanlagen den Zuschlag bekommen. Die Förderung ist damit ab 2020 für weitere zehn Jahre gesichert. Die Anlage beliefert den Babynahrungshersteller Hipp sowie die Stadt Pfaffenhofen mit regenerativer Fernwärme. Die Energiewende sei auch eine Wärmewende. „Dazu wollen wir unseren Beitrag leisten“, so Enercity-Finanzvorstand Marc Hansmann.

In Planung sind zudem zwei Klärschlammverbrennungsanlagen – in Hannover-Lahe für jährlich 30 000 Tonnen Klärsubstrat, in Bitterfeld für 60 000 Tonnen. Sie sollen erneuerbaren Strom und regenerative Wärme liefern.

„In der Region Hannover könnten wir den Klärschlamm für alle 1,2 Millionen Einwohner verbrennen“, so Zapreva. Die Stadt Hannover allein würde die Anlage nur zu 50 % auslasten. Wie es weitergeht, werde die Ausschreibung zeigen. Zapreva ließ keinen Zweifel daran, dass Enercity an Klärschlamm aus der weiteren Region interessiert ist.

Preise für Strom und Gas bleiben stabil
 
Als Beitrag zur Wärmewende zu verstehen sind auch die beiden neuen Contractingprodukte Komplettwärme und Ökowärme, die sich vor allem an Besitzer von Einfamilienhäusern richten. Rund 85 % der Heizungen in Hannover seien älter als 15 Jahre, berichtete Zapreva.

Bei Komplettwärme erhält der Kunde ein Rundum-Sorglos-Paket für zehn oder 15 Jahre mit Gasbrennwerttherme, auf Wunsch unterstützt durch Solarthermie. Das Contractingpaket umfasst die Investition in die Anlage sowie deren Betrieb und Instandhaltung einschließlich Wärmelieferung. Enercity zahlt sämtliche Reparaturen und Instandhaltungen sowie die Schornsteinfegerrechnung. Bei einem Totalausfall gibt es Ersatz.

Diese Konditionen gelten auch für das Produkt Ökowärme, das eine außen installierte Luft-Wasser-Wärmepumpe zur Energieerzeugung nutzt. Enercity kalkuliert ihre Contractingmodelle mit einer Energieeinsparung von bis zu 30 % gegenüber der alten Heizung.

Trotz gestiegener Großhandelspreise für Strom, Gas und CO2-Zertifikate hält Enercity die Tarife für Energielieferungen weiter stabil. „Entgegen dem Trend erhöhen wir die Preise für Gas und Strom nicht“, so Vorstandschefin Zapreva.

Die Kennzahlen können sich am Ende des dritten Quartals 2018 sehen lassen: Das operative Ergebnis (Ebit) stieg gegenüber dem Vorjahr um 62 % von 80 auf 128 Mio. Euro. Die Stromerzeugung ging jedoch durch den Verkauf des Kohlekraftwerkes Mehrum um 40 % zurück. Die Absatzmengen aus Verkauf und Handel legten bei Strom um 3 %, bei Gas um 35 % zu.

 
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Dienstag, 13.11.2018, 12:01 Uhr