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PORTRAIT:
Energetisch: Prof. Dr. Arno Soennecken
Unter „Energetisch“ stellen wir regelmäßig einen Energie-VIP vor. Es werden immer die gleichen Fragen gestellt, die Antworten müssen nicht streng wissenschaftlich oder immer seriös nachvollziehbar sein. Sie dürfen ironisch und satirisch sein und können reines Wunschdenken ausdrücken.
 

„Das Bundeskartellamt sollte ohne politische Eingriffe so weiter machen wie bisher, sonst ist der Wettbewerb in Deutschland tot“, kommentiert Prof. Dr. Arno Soennecken die Ende September gescheiterte Einigung zwischen der Wettbewerbsbehörde und den Ferngasunternehmen. Nur in einem funktionierenden Markt können Wettbewerbsvorteile von Unternehmen in den Bereichen Energiebeschaffung, Vertrieb und Marketing gehoben werden, betont der Geschäftsführer der IEBT GmbH (Insitute for Energy Business and Technology).
Soennecken studierte Mikroelektronik an der Uni Dortmund und belegte an der Fernuniversität Hagen zusätzlich den Studiengang Wirtschaftswissenschaften. Noch vor der Promotion 1993 gelang dem heute 43-Jährigen als Gutachter bei der Wibera AG in Düsseldorf der Einstieg in die Stromwirtschaft. Leitende Positionen übernahm Soennecken von 1995 bis 1998 bei der ehemaligen Westsächsischen Energie (WESAG) in Markkleeberg. Die 1999 eingeleitete Liberalisierung des deutschen Strommarktes erlebte Soennecken als Prokurist bei der Hamburger Vasa Energy GmbH.
Ab April 2000 widmete sich der gebürtige Hagener dem Aufbau der heutigen EEX. Bei der damaligen Leipzig Power Exchange (LPX) leitete Soennecken unter anderem die Bereiche Vertrieb, Business Development und Consulting, bis er im März 2004 in Soest die IBET GmbH gründete. Schon während seiner Tätigkeit in Leipzig war Sonnecken auch am Lehrstuhl der FH Südwestfalen in Soest aktiv - dort ist er seit Juli 2004 Professor für das Fachgebiet Energiewirtschaft. Soennecken lebt mit seiner Frau und zwei Söhnen in Hagen.


Welche toten oder lebenden Energiedenker imponieren Ihnen?
Werner von Siemens, James Watt

Was hätte für Sie Priorität, wenn Sie Zukunftsminister wären?
Bildung und Forschung

Welchen Prozentanteil wird die Kernenergie im Jahr 2020 an der Stromerzeugung in Deutschland haben?
Aus wirtschaftlicher Sicht sehe ich im Jahr 2020 noch nicht das Ende der Kernenergie in Deutschland (vor dem Hintergrund der aktuellen Preisentwicklung von Erdöl und Importkohle erscheint mir das von der Bundesregierung verfolgte Ziel nicht haltbar).

Erklären Sie in maximal drei Sätzen ohne Nebensatz einem außerhalb der Zivilisation lebenden Menschen den Unterschied zwischen Megawatt und Negawatt.
Sich in Enthaltsamkeit zu üben ist Trumpf - dies gilt für Energie wie auch für gutes Essen gleichermaßen. Wer mich kennt, weiß, dass mir der sparsame Gebrauch des letzteren schwer fallen würde.

Was ist der größte energiepolitische Fehler der Vergangenheit?
Dass die Liberalisierung der Energiemärkte in Deutschland und Europa zu zaghaft und zu scheinheilig vorangetrieben wird.

Wenn in Ihrem Haushalt nur ein Elektrogerät sein dürfte, welches wäre das?
Eine vollautomatische Espressomaschine.

Was war ihr bisher größter beruflicher Erfolg?
Zweifellos war dies bei der LPX. Ich bin zuversichtlich, dass uns dies auch im Team zusammen mit meinem Kompagnon Dr. Ralf Biernatzki bei IEBT gelingt.

Was war Ihr bisher größter beruflicher Flop?
Derartig gemachte Erfahrungen verdränge ich am liebsten viel zu schnell - ich bin durchweg optimistisch veranlagt.

Was tun Sie für Ihre persönliche Energie?
Die meiste Kraft hole ich mir aus den gemeinsamen Stunden mit meiner Familie. Mehr Sport wäre für die Zukunft sicherlich auch nicht verkehrt.

Welchen Kilowattstundenpreis wären Sie zu zahlen bereit, wenn der Strom theoretisch schadstofffrei erzeugt würde?
Unser jährlicher Stromverbrauch sollte nicht mehr als 10 % unseres jährlichen Bruttoeinkommens betragen.

Welche Art der Energieumwandlung sollte am stärksten gefördert werden?
Bei jeder Energieumwandlung sind unter ökonomischer und ökologischer Sicht Kompromisse einzugehen. Vordringlichstes Ziel sollte es daher sein, äußerst sparsam und vernünftig mit dem kostbaren Gut Energie bzw. Strom umzugehen.


 
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Dienstag, 27.09.2005, 14:19 Uhr