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Enerige & Management > Smart Meter - Eon sieht Potenzial für flexible Tarife
Bild: Mitarbeiter beim Einbau eines Smart Meter Bild: EVM, Sascha Ditscher
SMART METER:
Eon sieht Potenzial für flexible Tarife
Eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Eon Energie Deutschland hat die Einstellung von Haushaltskunden zum Nutzen von intelligenten Messsystemen untersucht.
 
Noch ist das Angebot an flexiblen Stromtarifen in Deutschland sehr übersichtlich. Die Berater von Ernst & Young, die im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums jährlich das Digitalisierungsbarometer der Energiewirtschaft erstellen, haben im vergangenen Jahr noch bemängelt, es gebe kaum last- und zeitvariable Tarife.
Allerdings können sich rund zwei Drittel der Deutschen die Nutzung flexibler Tarife vorstellen, wie nun eine Umfrage von Statista im Auftrag von Eon Energie Deutschland ergeben hat.

Laut Filip Thon, Vorsitzender der Geschäftsführung von Eon Energie Deutschland, sind 67 % der Befragten offen für einen zeitvariablen Tarif. Sie könnten so beispielsweise abends und nachts in den Genuss niedrigerer Strompreise als tagsüber kommen. Darüber hinaus können sich 59 % vorstellen, einen dynamischen Tarif zu nutzen, bei dem sich der Strompreis jeweils nach Angebot und Nachfrage am Markt richtet, heißt es in einer Mitteilung von Eon.

Die repräsentative Befragung der 2.450 Personen erfolgte vor dem Hintergrund des Smart Meter Rollout, der einem gesetzlich festgelegten Stufenplan folgt. Demnach gibt es eine Einbaupflicht sogenannter intelligenter Messsysteme – ein digitaler Zählers mit einem Smart Meter Gateway als Kommunikationseinheit – unter anderem bei Privatkunden mit einem Jahresstromverbrauch über 6.000 kWh.

Um den Kunden den Einbau schmackhaft zu machen, entwickeln Messstellenbetreiber und Energieversorger datenbasierte Zusatzdienstleistungen. Damit soll den Kosten der intelligenten Messsysteme auch ein Nutzen gegenübergestellt und so die Akzeptanz bei den Kunden gesteigert werden.

Flexibler Tarif jetzt auf E-Autofahrer ausgerichtet

Intelligente Messsysteme können die Datengrundlage für die Flexibilisierung von Einspeisung und Verbrauch in den Verteilnetzen liefern und damit zur Integration der erneuerbaren Energien beitragen. Daneben können sie dem Endkunden aber auch zu mehr Transparenz verhelfen. „Besonders überzeugend finden die Befragten mit 53 beziehungsweise 52 Prozent, dass Smart Meter ihnen einen Überblick über ihre Stromkosten und den Stromverbrauch liefern“, heißt es in der Eon-Mitteilung.

Die Möglichkeit, über hochauflösende Messwerte einzelne Verbraucher im Haushalt zu identifizieren, finden 48 % attraktiv. Und dass das Zählerablesen entfällt und die Verbrauchsdaten automatisch an den Lieferanten übermittelt werden, finden 39 % gut.

Im Dezember 2020 hatte Eon Energie Deutschland die Einführung eines flexiblen Tarifs unter der Bezeichnung „Digitalstrom“ bekannt gegeben. „Wir holen den Strom in die digitale Welt, wie wir es alle heute schon vom Banking oder der Telekommunikation gewohnt sind“, hatte Wolfgang Noete, in der Geschäftsführung für das Privat- und Gewerbekundengeschäft verantwortlich, damals gesagt.

Mehr Verbrauchstransparenz war das vorrangige Argument, um den Kunden das intelligente Messsystem schmackhaft zu machen. Mittlerweile wird der zeitvariable Tarif als „E.ON SmartStrom Öko“ beworben und mit intelligentem Messsystem und einer rabattierten Wallbox angeboten. Einem Sprecher zufolge ist dies aktuell der einzige flexible Tarif auf Basis des intelligenten Messsystems im Eon-Produktportfolio.

 
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