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Enerige & Management > Smart Grids - Erfolgreicher Schwarzstart in Wildpoldsried
Bild:siemens.com /presse
SMART GRIDS:
Erfolgreicher Schwarzstart in Wildpoldsried
Erstmals ist ein Teil des Niederspannungsnetzes vom öffentlichen Stromnetz gezielt abgekoppelt und wieder erfolgreich mit ihm verbunden worden.
 

Der Versuch in der Allgäuer Gemeinde Wildpoldsried sollte zeigen, dass sich ein regionales, in sich geschlossenes intelligentes Stromverteilnetz, ein sogenanntes Microgrid, stabil betreiben lässt. Grundlagen für den Versuch waren die installierte Smart-Grid-Infrastruktur und die Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Projekt Irene (Integration regenerativer Energien und Elektromobilität), das Ende 2013 nach dreijähriger Laufzeit abgeschlossen wurde.

Wildpoldsried erzeugt heute mit PV-Anlagen, Windkraft, Biogas und Biomasse siebenmal so viel Energie, wie der Ort selbst verbraucht. Das Stromnetz dort verfügt außerdem über eine intelligente Steuerung und über Speicher, die volatile Erzeugung und den Verbrauch ausbalancieren und somit einen stabilen Netzbetrieb ermöglichen.

Aufbauend auf den mit Irene gewonnenen Erkenntnissen läuft seit 2014 das Folgeprojekt „Iren2“. Es wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Neben dem Allgäuer Überlandwerk sind Siemens, ID.KOM, die RWTH Aachen, AllgäuNetz und die Hochschule Kempten weitere Konsortialpartner. Klären will man, ob auch bei einem hohen Anteil erneuerbarer Stromeinspeiser ein Inselnetz ohne Verbindung mit dem übergeordneten Versorgungsnetz laufen kann und ob solche Netzteile als „Topologisches Kraftwerk“ auch konventionelle Kraftwerke ersetzen können.

Der Versuch in vier Schritten

Der Nachweis der Inselnetzfähigkeit des Niederspannungsnetzes erfolgte am Abend des 30. August in vier Schritten: Zunächst wurde bewusst ein Stromausfall initiiert. Die Stromversorgung in diesem Netzabschnitt, an dem 32 Anschlüsse in mehreren Straßenzügen einschließlich einer Schule, eines Kindergartens, eines Gewerbegebäudes sowie mehrerer Privathaushalte beteiligt waren, wurde dann im zweiten Schritt lokal als Inselnetz wiederhergestellt. Es war vom öffentlichen Stromnetz abgekoppelt, sein Betrieb funktionierte reibungslos.

Im dritten Schritt synchronisierten die Forschungspartner das Inselnetz wieder ohne Unterbrechung mit dem öffentlichen Netz. Schließlich demonstrierten die Experten, wie sich „per Knopfdruck“ der betroffene Abschnitt des Netzes auf Inselbetrieb und wieder zurückschalten lässt, ohne dass dabei die Stromversorgung unterbrochen wurde.

„Wir haben nun erfolgreich die Fähigkeiten eines Microgrids in Wildpoldsried unter realen Bedingungen demonstriert. Dies ist ein wichtiger Meilenstein, um zu zeigen, dass Mircogrids künftig helfen werden, zum Gelingen der Energiewende in Deutschland und weltweit beizutragen“, sagte Constantin Ginet, Leiter Globale Microgrid Lösungen, bei der Siemens-Division Energy Management, zur Bedeutung des Versuchs.


 
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Donnerstag, 31.08.2017, 13:23 Uhr