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Enerige & Management > Gas - Erfurt will bei VNG aussteigen
Bild: Fotolia.com, WoGi
GAS:
Erfurt will bei VNG aussteigen
Die Schar der kommunalen Anteilseigner beim Leipziger Gasgroßhändler VNG schrumpft weiter. Nun will auch Erfurt seine Anteile am drittgrößten deutschen Gasimporteur verkaufen, die anderen kommunalen Anteilseigener sorgen sich um ihre Sperrminorität.
 
Die Stadtwerke Erfurt GmbH haben den Treuhandvertrag mit der VNG Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft (VUB) am 30. September 2013 gekündigt, teilte die Anteilseignergesellschaft am 1. Oktober mit. Damit bestätigen sich lokale Medienberichte, nach denen die Stadtwerke Erfurt aus der Gemeinschaft der kommunalen Gesellschafter austreten wollen. 2008 und 2009 hatten bereits Halle und Jena ihre Anteile an der Verbundnetz Gas AG (VNG) veräußert.

An der Leipziger VNG sind derzeit zehn kommunale Anteilseigner mit insgesamt 25,79 % der Geschäftsanteile beteiligt. Diese Anteile wurden in der VUB treuhänderisch gebündelt. Über die Gesellschaft verfügen die Kommunen auch über eine Sperrminorität gegenüber den übrigen VNG-Gesellschaftern. Die EWE AG (47,9 %), Gazprom Germania GmbH (10,52 %) und die Wintershall Holding GmbH (15,79 %) sind ebenfalls an der Leipziger VNG beteiligt.

Für die Anteile der Erfurter Stadtwerke haben die anderen kommunalen Anteilseigner ein Vorkaufsrecht. Diese zeigen sich nun besorgt. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung appellierte an Erfurt, die Kündigung zurückzunehmen. Er sieht die Eigenständigkeit des Leipziger Unternehmens gefährdet. Schon beim Verkauf der Anteile der Stadtwerke Jena-Pößneck habe die Oldenburger EWE versucht, durch den Kauf dieser Anteile die Mehrheit bei der VNG zu bekommen. Ein Szenario, das Jung nun erneut befürchtet. Der Oberbürgermeister will nun prüfen lassen, ob notfalls Leipzig die Erfurter Anteile an der VNG übernehmen könnte, hofft zugleich aber auch auf die anderen kommunalen Anteilseigner. Neben Erfurt und Leipzig sind auch Annaberg-Buchholz, Chemnitz, Dresden, Hoyerswerda, Lutherstadt Wittenberg, Neubrandenburg, Nordhausen und Rostock an der VNG beteiligt. Die Stadt Dresden hatte bereits signalisiert, sich ebenfalls von den vom kommunalen Unternehmen Drewag gehaltenen VNG-Anteilen trennen zu wollen. In der mittelfristigen Finanzplanung hatte sich Dresden darauf grundsätzlich schon verständigt, einen abschließenden Beschluss gebe es dazu allerdings noch nicht, hieß es aus Dresden.

 
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Dienstag, 01.10.2013, 17:35 Uhr