• Strom, CO2 und Gas notieren fester
  • Hermann Albers weiterhin BWE-Präsident
  • Vollmundige Versprechen ohne Taten
  • Kritik an Berliner Vorschrift für Kartenlesegeräte an Ladestationen
  • Uniper Q1: Höhere Prognose angekündigt
  • Energiebranche soll Hauptlast der neuen Klimaschutzziele tragen
  • Software-Tool errechnet Wechselwirkungen
  • Merkel ruft zu weltweitem Emissionshandelssystem auf
  • Millionenförderung für Mittelstandsprojekt
  • Supercomputer kühlt sich selbst mit Wärme
Enerige & Management > Beteiligung - Erfurt wird VNG-Anteile nicht los
Bild: VNG
BETEILIGUNG:
Erfurt wird VNG-Anteile nicht los
Der Oldenburger Energieversorger EWE will bis zum Jahresende darüber entscheiden, ob er sich von der Beteiligung am Leipziger Gasversorger VNG trennt.
 
Die Ungewissheit über die künftige Gesellschafterstruktur bei der ostdeutschen Verbundnetz Gas AG (VNG) bleibt bestehen. Wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) am 13. Oktober berichtete, ist die Übernahme der Erfurter VNG-Anteile durch Leipzig gescheitert.

Der von einem Gutachter geschätzte und von Erfurt geforderte Preis von knapp 95 Mio. Euro (etwa 17,50 Euro pro Aktie) für 4,21 % der VNG-Anteile sei zu hoch gewesen, zitiert der MDR Norbert Menke, den Geschäftsführer der Leipziger Stadtholding LVV. Den Gutachter hatten Leipzig und Erfurt gemeinsam bestimmt, weil sie sich seit zwei Jahren nicht auf einen Kaufpreis einigen konnten.

Unklar ist, wie es nach Leipziger Entscheidung weitergeht. Denn sollte Erfurt seine Anteile frei anbieten, droht ein Verlust von Einflussmöglichkeiten der kommunalen ostdeutschen Anteilseigner auf die VNG. Die neun kommunalen VNG-Gesellschafter haben nämlich ihre Anteile in der VuB gebündelt und verfügen mit gemeinsam 25,79 % über die Sperrminorität in der Gesellschafterversammlung. Wenn einer der kommunalen Anteilseigner aussteigt, wie jetzt in Erfurt, und die anderen ihr Vorkaufsrecht nicht nutzen, ist die Sperrminorität dahin.

Die EWE, die mit 74,2 % der VNG-Anteile die Mehrheit an der ostdeutschen Gasgesellschaft hält und durch Übernahme der Erfurter Anteile die Sperrminorität der Kommunen aushebeln könnte, zeigt sich wenig überrascht von der Entwicklung, sieht sich aber noch nicht am Zug, weil die Erfurter Anteile noch nicht „am freien Markt“ angeboten worden seien, so ein Sprecher. Grundsätzlich sei das Unternehmen aber „für Gespräche offen“.

Auf jeden Fall wollen die Oldenburg aber „noch in diesem Jahr entscheiden“, ob sie die Beteiligung an VNG halten und das Unternehmen trotz des „schwierigen Gasgeschäfts“, wie der Sprecher ausdrücklich anmerkt, behalten und das Unternehmen weiterentwickeln oder ob sie ihre Anteile verkaufen.

Wie der MDR berichtet, steht die Leipziger LVV auch als Kaufinteressent für die EWE-Anteile bereit und will zusammen mit dem australischen Investor Macquarie die VNG-Anteile der EWE zu übernehmen. Die Erfurter Anteile bräuchten die Leipziger dann nicht mehr, um über die Zukunft der VNG entscheiden zu könne. Ziel der LVV und der sächsischen Kommune bleibt, den Verbleib der VNG in Leipzig zu sichern.

 
Möchten Sie diese und weitere Nachrichten lesen?
 
 
Testen Sie E&M powernews
kostenlos und unverbindlich
  • Zwei Wochen kostenfreier Zugang
  • Zugang auf stündlich aktualisierte Nachrichten mit Prognose- und Marktdaten
  • + einmal täglich E&M daily
  • + zwei Ausgaben der Zeitung E&M
  • ohne automatische Verlängerung
 
Jetzt kostenlos testen
 
Login für Kunden
 

Kaufen Sie den Artikel
  • erhalten Sie sofort diesen redaktionellen Beitrag für nur € 8.93
 
JETZT ARTIKEL KAUFEN
Mehr zum Thema

 
Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?
 
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter  vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.
 
WEITERE INFORMATIONEN
© 2021 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 14.10.2015, 15:30 Uhr