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Enerige & Management > Marktrückblick - Gas: Weiter fallend
Bild: Fotolia.com, Eisenhans
MARKTRÜCKBLICK:
Gas: Weiter fallend
In der zweiten Oktober-Hälfte haben die europäischen Gasmärkte ihre Abwärtsbewegung fortgesetzt.
 
Der Day-Ahead im Marktgebiet von NetConnect Germany verbilligte sich im Beobachtungszeitraum deutlich und fiel von 19,01 Euro/MWh auf 17,85 Euro/MWh. Milde Temperaturen, die teilweise deutlich über der saisonalen Norm liegen, sorgen in diesem Jahr für eine geringere Nachfrage. Weil gleichzeitig vor Beginn der Wintersaison auch die Zuflüsse aus Russland und Norwegen weiter gestiegen sind, herrscht im Markt ein deutlicher Angebotsüberhang. Diese Faktoren und das gegenwärtig niedrige Ölpreisniveau übten zusätzlichen Abwärtsdruck auf die Gaspreise aus. Die Stimmung an den Gasmärkten hat sich also im Oktober weiter eingetrübt. Auch im internationalen Vergleich überwiegen jetzt pessimistische Preisprognosen. Ausgelöst von einer Abschwächung der chinesischen Wirtschaft ist die Gasnachfrage in Asien gesunken. Dies wirkt sich insbesondere auch auf die Exporte von verflüssigtem Erdgas (LNG) aus. Analysten von Wood Mackenzie rechnen damit, dass vor allem auch durch den Ausbau der LNG-Infrastruktur in den nächsten fünf Jahren rund 130 Mio. t LNG auf den Weltmarkt kommen werden.
Bei den Gasspeichern konnten die Bestände im Oktober nur leicht erhöht werden. Während die Speicher in den Niederlanden mit 96,62 % und in Großbritannien mit 92,15 % gut gefüllt sind, war die Speicherquote in Deutschland Ende Oktober mit 76,79 % sogar noch unter dem EU-Durchschnitt von 80,77 %. „Aufgrund des weiter fallenden Gaspreises macht es gegenwärtig keinen Sinn, die Speicher über eine strategische Reserve hinaus aufzufüllen“, meinte ein Händler. Er rechnet auch für die Wintersaison mit einem niedrigen Preisniveau und finanziellen Verlusten für die jetzt vorgenommenen Speicherinjektionen. Analysten des britischen Beratungsunternehmens EnergyAspects rechnen hingegen für die nächsten Wochen noch mit weiteren Einspeicherungen, auch wenn die Lagerbestände insgesamt vergleichsweise deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen. Verglichen mit den Vorjahreswerten hätten Ende Oktober rund 200 Mio. m3 bei den Lagerbeständen gefehlt, schreibt EnergyAspects in einer Marktstudie.

 
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Donnerstag, 05.11.2015, 12:13 Uhr