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Enerige & Management > Gas - Gebündelte Nachfrage aus Japan
Bild: Qatargas
GAS:
Gebündelte Nachfrage aus Japan
Tepco und Chubu, die beiden größten Energieversorger in Japan, wollen künftig ihre Energie-Rohstoffe gemeinsam einkaufen und gründen eigens dazu eine gemeinsame Tochtergesellschaft.
 
Das neue Gemeinschaftsunternehmen soll in Zukunft auch die neuen Kraftwerke bestellen, die beide gemeinsam bauen und betreiben wollen, darunter wohl auch kleine Kernkraftwerke mit einer Leistung von 100 MW. Besonders bedeutend ist die neue Einkaufsunion am Weltmarkt zunächst aber für verflüssigtes Erdgas (Liquified Natural Gas - LNG).
 
Nach der durch Erdbeben und die Tsunami-Riesenflutwelle ausgelösten Katastrophe im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi im März 2011 hat die japanische Regierung zunächst alle anderen 48 Kernreaktoren abschalten lassen. Damit stieg der Bedarf an teurer Importenergie, vor allem Gas, kräftig. Allein Tepco importierte im vergangenen Jahr 25 Mio. t LNG, 18 Mio. t Tonnen davon über langfristige Verträge mit Lieferanten wie Qatar, Malaysia und Russland. Die restlichen 7 Mio. t LNG kaufte Tepco bereits am Spotmarkt. Trotzdem hat die Belastung durch teure Energieimporte den durch den Ausfall der Kernenergie, Regressansprüche und Folgeschäden von Fukushima schwer gebeutelten japanischen Energiekonzern so stark getroffen, dass Tepco Staatshilfe brauchte. Bei deren Verhandlung hat der Konzern der Regierung aber zugesagt, die Beschaffungskosten für LNG um ein Fünftel zu reduzieren. Mit der Einkaufsunion mit Chubu hofft Tepco genau dies zu erreichen, vielleicht sogar noch etwas niedrigere Gaspreise aushandeln zu können. Denn Chubu hat im vergangenen Jahr 14 Mio. t LNG eingekauft. Mit den Importmengen von Tepco addiert sich das zu fast 40 Mio. LNG - genauso viel wie bisher die südkoreanische Kogas, der größte Gasimporteur der Welt, global einkauft.
 
Das Beispiel Tepco-Chubu könnte außerdem Schule machen: In Japan gehen Branchenkenner davon aus, dass unter den zehn regionalen Gebietsmonopolisten, die alle unter ähnlichem Druck stehen, Ersatz für fehlenden Strom aus Kernkraftwerken zu finden, auch die eine oder andere Einkaufsunion, wenn nicht sogar echte Fusion zustande kommt. JX Holdings, Kansai Electric und Osaka Gas sieht die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei als wahrscheinlichste Kooperations-Kandidaten.

 
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Freitag, 10.10.2014, 11:50 Uhr