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Enerige & Management > Studie - Grüne Gase für Klimaschutz unerlässlich
Bild: Fotolia, NicoElNino
STUDIE:
Grüne Gase für Klimaschutz unerlässlich
Soll künftig viel mehr an grünen Gasen produziert werden, muss es dafür auch mehr erneuerbaren Strom geben. Hier klafft derzeit aber eine Lücke, kritisiert Greenpeace Energy.
 
Deutschland muss massiv auf erneuerbaren Wasserstoff setzen, um seine Klimaziele zu erreichen. Das ist das Ergebnis zweier von Greenpeace Energy beauftragter Studien, die der Ökoenergieanbieter am 26. September in Berlin vorgestellt hat.

Die Analysen stammen vom Wuppertal Institut sowie von Energy Brainpool. Gerade an erneuerbaren Gasen fehlt es jedoch hierzulande, obwohl sie gebraucht werden, so der Energieanbieter aus Hamburg.

Demnach wird in einem künftig vollständig erneuerbaren Energiesystem der Bedarf an erneuerbar produziertem Wasserstoff und daraus hergestellten Treibstoffen mit 1 089 TWh im Jahr höher sein als der Bedarf an grünem Strom mit 959 TWh. Heute liegt der Stromverbrauch bei 596 TWh.

Damit diese Gasmenge wirklich grün ist, müssen die dafür nötigen Elektrolyseure auch mit grünem Strom laufen, mahnt Greenpeace Energy an. Wenn bei ihrer Produktion hingegen Kohlestrom genutzt werde, helfe dieser Wasserstoff dem Klimaschutz nicht, sondern befeuere die Klimakrise.
 
Kurzstudie „Erneuerbar in allen Sektoren – Sektoren koppeln mit Power-to-Gas“ von Energy Brainpool
Zur Vollansicht bitte auf das PDF klicken
Quelle: Greenpeace Energy eG

„Hier setzt die Bundesregierung mit ihrem Klimaschutzpaket gerade völlig falsche Signale. Zwar will sie endlich Wasserstoff fördern, zugleich vernachlässigt die Politik sträflich den Ausbau der Wind- und Solarenergie“, sagte Marcel Keiffenheim, Leiter Politik und Kommunikation von Greenpeace Energy. „Wenn wir mehr grüne Gase wollen, brauchen wir auch viel mehr erneuerbare Energien. Da muss das Klimakabinett dringend nachbessern.“

Grüne Gase werden in Industrie, Verkehr und im Wärmesektor dringend benötigt

Die Experten gehen nämlich davon aus, dass aus erneuerbaren Energien produzierte Gase wie Wasserstoff oder synthetisches Methan in wichtigen Industriesparten und der Wärmeversorgung in großen Mengen auch künftig gebraucht werden, wenn fossile Energieträger dort nicht direkt durch grünen Strom ersetzt werden können.

Im Verkehrssektor ist es ähnlich: „Auch wenn wir den Verkehrssektor maximal elektrifizieren, werden für den Flugverkehr, die Seeschifffahrt und relevante Teile des Lkw-Verkehrs batterieelektrische Antriebe noch für viele Jahre keine Option sein“, erklärte Karin Arnold vom Wuppertal Institut, das den Verkehrsbereich für Greenpeace Energy untersucht hatte.
 
Kurzstudie „Strom- und H2-Bedarf für einen dekarbonisierten Verkehrssektor in Deutschland“
Zur Vollansicht bitte auf das PDF klicken
Quelle: Greenpeace Energy eG

Auch für die Versorgungssicherheit in einem vollständig erneuerbaren Energiesystem sind grüne Gase laut dem Institut unverzichtbar, zum Beispiel bei „Kalten Dunkelflauten“ – längeren Phasen mit wenig Wind und Sonne und hohem Energieverbrauch.

Um der Technologie hierzulande zum Durchbruch zu verhelfen, schlägt Greenpeace Energy ein zeitlich und im Volumen begrenztes Marktanschubprogramm vor. „Dabei sollten Elektrolyseure aber nur an netzdienlichen Standorten und bei energiewendedienlicher Betriebsweise gefördert werden“, so Keiffenheim.

Die beiden Kurzstudien „Strom- und H2-Bedarf für einen dekarbonisierten Verkehrssektor in Deutschland“ des Wuppertal Instituts und „Erneuerbar in allen Sektoren – Sektoren koppeln mit Power-to-Gas“ von Energy Brainpool, dazu den von Greenpeace Energy und Energy Brainpool erarbeiteten „Fördervorschlag für Energiewende-dienliche Elektrolyseure“ stehen als PDF-Downloads auf der Seite von Greenpeace Energy zur Verfügung  

 
Stellungnahme „Fördervorschlag für Energiewende-dienliche Elektrolyseure“
Zur Vollansicht bitte auf das PDF klicken
Quelle: Greenpeace Energy eG


 

 
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Donnerstag, 26.09.2019, 12:37 Uhr