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Enerige & Management > Österreich - Gut für Deutschland, schlecht für Österreich
Bild: Fotolia.com, YuI
ÖSTERREICH:
Gut für Deutschland, schlecht für Österreich
Die Axpo Services GmbH hat die Auswirkungen einer Spaltung der deutsch-österreichischen Strompreiszone bewertet.
 
Intensiv thematisiert wurde bei der Internationalen Energiewirtschaftstagung (IEWT) in Wien die geplante Spaltung der deutsch-österreichischen Preiszone im Stromgroßhandel. Laut Eike Blume von der Axpo Services GmbH würde diese Österreich ökonomische und ökologische Nachteile bringen, Deutschland dagegen Vorteile. Bei deren Abschätzung ging er von Aussagen der Bundesnetzagentur hinsichtlich der weiterhin verfügbaren grenzüberschreitenden Leitungskapazitäten aus. Diese sollten sich auf etwa 2 500 MW im Jahr 2020 und 5 500 MW im Jahr 2024 belaufen. Laut Blume wären damit für Österreich im Jahr 2020 Mehrkosten von deutlich über 50 Mio. Euro pro Jahr im Zeitraum 2020 bis einschließlich 2023 verbunden, ab 2024 sollten diese knapp über 50 Mio. Euro liegen. Auf österreichischer Seite wurden bis zu 300 Mio. Euro Mehraufwendungen pro Jahr kolportiert, wobei indessen von einer „Komplettabschottung“ des Marktes gegenüber Deutschland ausgegangen wurde.
 
Ein weiterer Nachteil für Österreich wäre ein Anstieg der CO2-Emissionen um 5 % pro Jahr, bedingt durch den vermehrten Einsatz thermischer Kraftwerke. In Deutschland dürften die CO2-Emissionen dagegen zurückgehen, weil mehr Strom aus erneuerbaren Energien im eigenen Land verbraucht würde. Tröstlich für beide Länder ist, dass keine nennenswerten negativen Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit zu erwarten sind.
 
Barbara Schmidt, die Generalsekretärin des Elektrizitätswirtschaftsverbandes Oesterreichs Energie, betonte bei der IEWT, sie hoffe, die Preiszonentrennung könne „noch verhindert werden, vielleicht nach der deutschen Bundestagswahl“. Der Netzengpass, der als Grund für die Preiszonentrennung angegeben wird, befinde sich nun einmal in Deutschland: „Wir sehen deshalb nicht ein, dass dieser zu unseren Lasten auf die grenzüberschreitenden Leitungen verlegt werden soll.“

 
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