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Enerige & Management > Windkraft Onshore - IG Windkraft optimistisch
Bild: psdesign1 / Fotolia
WINDKRAFT ONSHORE:
IG Windkraft optimistisch
Trotz des voraussichtlich schwächeren Zubaus im neuen Jahr hält der österreichische Windenergieverband die längerfristigen Aussichten für gut.
 

Im Jahr 2019 sind in Österreich 49 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 152,4 MW neu in Betrieb gegangen. Insgesamt sind damit landesweit 1.340 Anlagen mit 3.159 MW am Netz. Das berichtete der Branchenverband IG Windkraft am 8. Januar auf seiner Jahrespressekonferenz in Wien.

Für 2020 erwartet Geschäftsführer Stefan Moidl einen Rückgang des Zubaus auf lediglich 18 Anlagen mit 59,4 MW. Als Grund nannte er die verzögerte Vergabe von Förderverträgen durch die OeMAG Abwicklungsstelle für Ökostrom. Was wiederum durch mangelnde Fördermittel bedingt gewesen ist. Für die Zukunft zeigte sich Moidl indessen optimistisch: Im September 2019 beschloss das Bundesparlament eine Novelle zum Ökostromgesetz, die ermöglicht, bis 2024 rund 200 Anlagen mit 700 MW Leistung zu installieren.

Der Wermutstropfen: Die Fördermittel werden durch einen Vorgriff auf die für 2021 geplanten Subventionen bereitgestellt. „Windräder, die derzeit geplant werden, haben somit keine Chance auf Realisierung, wenn es keine neue gesetzliche Grundlage gibt“, konstatierte Moidl.

Wie er einräumte, ist eine solche Regelung wohl im Kommen. Wie berichtet, bekennt sich die neue Bundesregierung aus Konservativen (ÖVP) und Grünen dazu, die Ökostromerzeugung bis 2030 linear um insgesamt 27 auf rund 77 Mrd. kWh pro Jahr zu steigern. Davon sollen 10 Mrd. kWh auf die Windenergie entfallen.

Moidl bezeichnete diesen Wert auf Anfrage von E&M indessen als weitaus zu niedrig. Er geht davon aus, dass die Mitgliedsunternehmen seines Verbands bis 2030 rund 760 Anlagen mit insgesamt 22,5 Mrd. kWh Leistung errichten können. Diese seien auch notwendig, um den steigenden Strombedarf zu decken, nicht zuletzt in den Bereichen Verkehr bei der Elektromobilität sowie der Gebäudeheizung.

Um den Ausbau zu bewerkstelligen, brauche die Branche freilich geeignete Rahmenbedingungen, ergänzte Moidl gegenüber E&M. Das seitens der Bundesregierung geplante Fördersystem gleitender Marktprämien müsse technologiespezifisch ausgerichtet werden. Ferner sollte die Höhe der Fördertarife nicht durch Ausschreibungen festgelegt werden, sondern durch die österreichischen Energiebehörden. Auktionen hätten sich in anderen Ländern, etwa Deutschland, nicht bewährt.

Grundsätzlich rechnet Moidl damit, dass die Großhandelspreise für Strom in den kommenden Jahren tendenziell steigen werden. Deutschland etwa lege seine verbleibenden Kernkraftwerke still und plane auch, längerfristig aus der Kohleverstromung auszusteigen: „Das wird sich natürlich auf die Strompreise auswirken.“ Und da die künftigen Marktprämien die Differenz zwischen den Erzeugungskosten für Ökostrom und den Marktpreisen ausgleichen, sei somit auch mit einem Rückgang des Bedarfs an Fördermitteln zu rechnen.

 


 
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