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Enerige & Management > Kohlekraftwerk - Japan setzt auf moderne Kohlekraftwerke
Bild: Photocase.com, Markus Imorde
KOHLEKRAFTWERK:
Japan setzt auf moderne Kohlekraftwerke
Die japanischen Energieversorger planen wieder auf die Kohleverstromung und wollen moderne Kohlekraftwerke bauen.
 
Hatte die Regierung in Tokio den Bau neuer Kohlkraftwerke lange Zeit verhindert, um damit ihren ehrgeizigen Klimazielen näher zu rücken, gibt es inzwischen eine Kehrtwende in der Energiepolitik des Landes. Grund dafür ist, dass die angestrebte Teil-Rückkehr zur Kernenergie aufgrund verschärfter Sicherheitsauflagen sowie wachsender politischer Widerstände deutlich mehr Zeit als erwartet in Anspruch nimmt. Aber auch der Ausbau der erneuerbaren Energien verläuft angesichts des vorhandenen, auf besonders große Kraftwerke ausgerichteten Stromnetzes deutlich langsamer als geplant.
 
Trotz der Umweltbelastung gilt in Japan Kohle im Vergleich zu Flüssiggas und Öl als eine billige und besonders zuverlässige Energiequelle, die sich mit neuen Technologien inzwischen auch relativ sauber verstromen lässt. Junya Nakano, Direktor der japanischen Behörde Climate Change, erklärte jüngst, dass die Förderung moderner Kohle-Technologien Vorrang haben muss. Forciert durch die bereits teilweise verabschiedete Liberalisierung des Strommarktes bis 2020 ersetzen die großen Energieversorger Japans nun ihre veralteten Wärmekraftwerke und wollen dafür neue Kohlekraftwerke mit deutlich verringertem CO2-Ausstoß bauen.
 
Für dieses Jahr haben die Stromkonzerne den Baubeginn von sieben neuen Kohlkraftwerken mit einer Gesamtleistung von 7,3 GW angekündigt. Diese sollen allesamt bis 2025 in Betrieb gehen. Gleichzeitig läuft bis zum Ende diesen Monats eine Ausschreibung von Tokyo Electric Power (Tepco) für den Ersatz von 6 GW an Ölkraftwerks-Kapazitäten in der Bucht von Tokio. Geplant sind statt der alten Öl- dort ebenfalls moderne Kohlekraftwerke.
 
Das Kraftwerk Isago des Ölkonzerns JX Holdings in der Nähe von Yokohama gilt derzeit weltweit als richtungsweisend was die „ultra-superkritische“ Kohleverstromung angeht. Bei dieser Technologie wird der Wasserdampf auf Temperaturen von 620°C gebracht, doppelt so hoch wie in herkömmlichen Kohlekraftwerken. Aber die Regierung des japanischen Premierministers Shinzo Abe sucht im Bereich modernster Kohle-Technologien trotzdem auch nach technologischen Kooperationen, vor allem in Europa und besonders in Deutschland.

 
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Dienstag, 24.03.2015, 09:24 Uhr