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Enerige & Management > Unternehmen - Jeden Mehraufwand honorieren
Bild: Fotolia.com, Jürgen Fälchle
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Jeden Mehraufwand honorieren
Die Gela Energie GmbH bündelt EEG-Anlagen zur Direktstromvermarktung und agiert dabei aus der landwirtschaftlichen Perspektive.
 
„Die Stärken des Unternehmens liegen unter anderem in der Poolgröße und den Kompetenzen unserer Gesellschafter“, sagt Christian Rohde, Geschäftsführer der Gela Energie GmbH. Der Direktvermarktungsdienstleister mit Sitz im niedersächsischen Lünne bündelt inzwischen 530 Biogasanlagen mit über 270 MW elektrischer Gesamtleistung. Darüber hinaus wird der Strom von Windkraft- und Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtkapazität von rund 400 MW im Rahmen des Marktprämienmodells vermarktet.

Den Zugang zum Strommarkt hat sich das Unternehmen über die energy2market GmbH (e2m) verschafft. Das Leipziger Handelshaus verfügt über ein virtuelles Kraftwerk mit rund 1 400 Biogasanlagen, in das die Gela Energie den größten Pool einbringt. „Zusammen mit e2m können wir den Strom der Biogasanlagenbetreiber als Primär- und Sekundärregelleistung sowie als Minutenreserveleistung bei den Übertragungsnetzbetreibern vermarkten“, erklärt Rohde. Der Gela-Chef legt „viel Wert auf ein transparentes Vermarktungsmodell, bei dem jeder Mehraufwand honoriert wird und der Erzeuger dem Direktvermarkter die Vorgaben macht – und nicht andersherum“.
 
Christian Rohde: „Unsere Kunden erhalten stets deutlich mehr als die Hälfte der erwirtschafteten Mehrerlöse“
Bild: Gela Energie

Von den im Rahmen der Direktvermarktung erwirtschafteten Mehrerlösen erhalte der Biogasanlagenbetreiber einen Anteil von 67 Prozent. „Schließt der Betreiber eines Biogasblockheizkraftwerkes einen Vertrag mit einer Laufzeit über drei Jahre ab, erhöht sich dieser Wert ab dem 1. Januar 2015 auf 70 Prozent“, ergänzt Rohde. Betreibern von Windkraft- und Photovoltaikanlagen stellt der Direktvermarkter einen fixen Anteil am Mehrerlös von 0,22 bis 0,265 Ct/kWh in Aussicht. „Unsere Kunden erhalten stets deutlich mehr als die Hälfte der erwirtschafteten Mehrerlöse“, betont der Geschäftsführer. Alle im Rahmen der Direktvermarktung anfallenden Kosten, beispielsweise für Datenübertragung oder Bürgschaften, trage der Dienstleister und nicht der Anlagenbetreiber.

Ihre Wurzeln hat Gela Energie in der Landwirtschaft. Das Unternehmen wurde Ende 2011 von der Terravis GmbH, einer Tochter der Agravis Raiffeisen AG, die Dienstleistungen und Produkte entlang der Prozesskette Biogas bietet, sowie der WLV-Service GmbH, einer Tochtergesellschaft des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), gegründet. Zu den Gesellschaftern zählen darüber hinaus die VR Agrarberatung AG, die sich mit der Finanzierung von Biogasanlagen beschäftigt, sowie die Genossenschaft Raiffeisen Emsland-Süd, die mit Landwirten und Bürgern der Region sieben Biogasanlagen und 25 Windkraftanlagen betreibt.

Künftig auch regionale Direktvermarktung

„Wir können den Kunden nicht nur bei der Umsetzung vor Ort, sondern auch bei der Abwicklung der Verträge und Ummeldungen unterstützen“, sagt Rohde mit Blick auf die unterschiedlichen Kompetenzen der Gesellschafter. Mit den Biogasanlagen der Raiffeisen Emsland-Süd könne man zudem neue Erlösmöglichkeiten erproben und Erfahrungen mit neuen Techniken wie zum Beispiel einer Power-to-Heat-Anlage sammeln. Seitdem auch die einzige staatlich zugelassene Landgesellschaft in Bayern, die bbv-LandSiedlung GmbH, zum Gela-Gesellschafterkreis gehört, ist der Direktvermarkter auch in Süddeutschland aktiv.

Das Dienstleistungsportfolio soll künftig um ein Modell zur regionalen Direktvermarktung erweitert werden. Dabei wird Strom aus erneuerbaren Energien nicht nur am Spotmarkt gehandelt, sondern auch an Kunden aus der Landwirtschaft oder an industrielle Abnehmer vertrieben, die sich in räumlicher Nähe zur Erzeugungsanlage befinden. Der Betreiber einer Biogasanlage beispielsweise soll dann weiterhin die Marktprämie sowie einen Anteil an der Managementprämie erhalten und gleichzeitig vom Endkundenstrompreis profitieren. Dieses Geschäftsmodell basiert laut Rohde unter anderem darauf, „dass unter bestimmten Voraussetzungen stromsteuerliche Vorteile erzielt werden können“.

 
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Dienstag, 07.10.2014, 14:31 Uhr