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Enerige & Management > Vertrieb - Kassel setzt auf regionales Ökostromprodukt
Bild: psdesign1 / Fotolia
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Kassel setzt auf regionales Ökostromprodukt
Als einer der ersten Kommunalversorger haben die Städtischen Werke aus Kassel angekündigt, mit Beginn des nächsten Jahres ein regionales Grünstromprodukt anzubieten.
 
„Das ist eine Ergänzung zu unseren bisherigen Grünstromaktivitäten“, stellte Projektleiter Fabian Grund auf einer Energiekonferenz des Umweltbundesamtes (UBA) in Dessau die Pläne vor. Die Nordhessen werden für ihre Produktneuheit das neue regionale Nachweisregister nutzen, das das UBA am 1. Januar 2019 starten will. Ursprünglich sollte das regionale Nachweisregister bereits Anfang dieses Jahres gestartet sein, was aber an technischen Problemen gescheitert war.
 
Diese Verzögerung haben die Stadtwerke Kassel nicht von den bereits im vergangenen Jahr eingeleiteten Vorbereitungen abbringen lassen. „Wir setzen auf neue Kunden im Umland und auf Tarifwechsler, die Wert auf einen regionalen Beitrag ihres Ökostroms setzen“, betonte Grund. In Dessau ließ der Stadtwerker aus Kassel aber keinen Zweifel daran, dass der neue regionale Ökostromtarif nicht mehr als ein Nischenprodukt bleiben wird: „Wir rechnen mittelfristig mit 4 000 bis 5 000 Kunden.“ In Kassel selbst versorgen die Stadtwerke nach Grunds Worten rund 120 000 Kunden. Die Städtischen Werke zählten 2007 zu den ersten Kommunalversorgern hierzulande, die all ihren Strom für Haushaltskunden auf Basis norwegischer Wasserkraft-Zertifikate ergrünen ließen. Im Vergleich dazu wird das neue Regio-Angebot etwa knapp einen Cent mehr pro Kilowattstunde kosten.
 
Für das neue regionale Ökostromprodukt werden die Stadtwerke Kassel den Windpark Stiftswald im nordhessischen Kaufungen beim regionale Nachweisregister anmelden. An dem Windpark halten sechs regionale Bürgerenergiegenossenschaft mit einem Anteil von 67 % die Mehrheit: „Diese Energiegenossen wollen wir auch als Kunden gewinnen“, sagte Grund auf der UBA-Konferenz in Dessau, „sie haben dann alles aus einer Hand: die finanzielle Beteiligung und den Strombezug aus dem Windpark.“ Der Windpark Stiftswald mit seinen neun Windturbinen produziert jährlich rund 70 Mio. kWh und damit, so Grund, „mehr als genug, um den Strombedarf unserer neuen Regio-Stromkunden zu decken.“
 
Eine Übersicht, wie viele Stadtwerke zu Beginn des kommenden Jahres mit einem regionalen Ökostromprodukt starten, liegt dem Umweltbundesamt nicht vor. Michael Marty, Leiter des Herkunftsnachweisregisters, ließ aber keinen Zweifel am Start des neuen „Teil-Registers“ zum 1. Januar 2019: „Der Programmierungsauftrag ist vergeben.“

 
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Dienstag, 17.04.2018, 09:42 Uhr