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Enerige & Management > Studien - Kaum Lademöglichkeiten in Mehrparteienhäusern
Bild: Jonas Rosenberger
STUDIEN:
Kaum Lademöglichkeiten in Mehrparteienhäusern
Eine neue Umfrage schafft einen Überblick zu Lademöglichkeiten in Wohnanlagen in deutschen Ballungsräumen. Für E-Auto-Fahrer sieht es derzeit nicht gut aus.
 
Vier von fünf Wohnungsunternehmen bieten an ihren Objekten generell keine Lademöglichkeiten an. Das hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Innofact im Auftrag des ADAC ergeben. Lademöglichkeiten gibt es den Angaben nach nur in 4 % der Tiefgaragen, da auch allgemein nur einzelne Stellplätze über Stromanschlüsse verfügen. Neun von zehn Tiefgaragen verfügen nicht einmal über Leerrohre, durch die man Stromkabel legen könnte, so Innofact. Gibt es doch einen Stromanschluss, ist dieser in 50 % der Fälle eine normale Steckdose und keine auf Elektroautos ausgelegte Wallbox.

Die Befragung wurde unter 310 Hausverwaltungen und anderen Unternehmen aus der Wohnungswirtschaft in elf Großstädten (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart, Düsseldorf, Leipzig, Bremen, Dresden und Hannover) im Februar und März 2019 durchgeführt. Insgesamt besäßen rund 4 800 Wohnobjekte der Akteure mehr als zehn Stellplätze, wodurch sich über die Umfrage ein realistisches Bild der Situation in Deutschland ergebe.

Mehrere hemmende Faktoren

Dass es derzeit kaum Lademöglichkeiten an Mehrparteienhäusern gibt, hat mehrere Gründe. Zum einen gebe es keine nennenswerte Nachfrage von Seiten der Mieter und Eigentümer, hat die Umfrage ergeben. Daher stünden Bedenken hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit der Wallboxen im Raum. Auch äußerten einige Unternehmen die Sorge vor technischen Problemen. Und neben einem Verweis auf die unklare Gesetzeslage wurden auch grundsätzliche Zweifel an der Zukunft der Elektromobilität geäußert.

Somit plant auch nur ein Viertel der Unternehmen für die nächsten drei Jahre einen Ausbau der Lademöglichkeiten in ihren Objekten. Allerdings gaben 13 % an, bereits im kommenden Jahr entsprechende Möglichkeiten zu schaffen.

Eine andere Hürde ist auch das Wohnungseigentumsgesetz (WEG), in dem festgelegt ist, dass bei Umbauten am Gemeinschaftseigentum alle Miteigentümer zustimmen müssen. Möchte also ein Elektroautofahrer eine Wallbox installieren, müssen alle anderen Bewohner damit einverstanden sein.

Abhilfe könnte das sogenannte “Gesetz zur Beschleunigung des Hochlaufs der Elektromobilität” (BEmoG) des Bundesverkehrsministeriums schaffen. Es sieht vor, dass Mieter einen Anspruch auf eine Lademöglichkeit an ihrem Stellplatz bekommen sollen, wenn sie diese selbst finanzieren. Zudem soll die Legung eines Stromanschlusses nicht mehr von anderen Bewohnern blockiert werden können. Wann und mit welchem Inhalt das neue Gesetz verabschiedet wird, ist aber noch völlig offen.

 
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Montag, 22.07.2019, 11:49 Uhr