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Enerige & Management > Österreich - Klima- und Energiestrategie am Pranger
Bild: Fotolia.com, YuI
ÖSTERREICH:
Klima- und Energiestrategie am Pranger
Beim Austrian World Summit gab es heftige Kritik am Entwurf der österreichischen Klima- und Energiestrategie und an der Klimapolitik der Regierung insgesamt.
 
Ganz war es wohl nicht geplant: Vor den rund 1 200 Teilnehmern am „Austrian World Summit“ trat eine Vertreterin der Organisation „System Change, not Climate Change“ auf Bundeskanzler Sebastian Kurz zu und hielt ihm das klimapolitische Sündenregister der Bundesregierung vor. Immer noch fördere diese die Verwendung fossiler Energieträger direkt und indirekt alljährlich mit „Milliardenbeträgen“. Das Umweltbudget sinke in den kommenden Jahren drastisch. Ferner habe die Regierung einen schlechthin „desaströsen Entwurf einer Klima- und Energiestrategie vorgelegt, ohne Ziele, ohne Plan und ohne Finanzierung“.
 
Zu allem Überfluss solle nun auch noch wirtschaftliches Wachstum als Staatsziel in der Bundesverfassung verankert werden: „Aber auf einem endlichen Planeten kann es kein unendliches Wachstum geben.“ Tagtäglich kämpfe „System Change, not Climate Change“ gegen eine Politik, wie sie die österreichische Bundesregierung mache. Denn wenn diese ihren Kurs nicht grundlegend ändere, produziere sie „nichts als grüne Lügen“.
 
Kurz reagierte knapp: Der Klimawandel sei „offenbar ein Thema, das bewegt und emotionalisiert, und das ist gut so“. Er sei überzeugt, dass wirtschaftliches Wachstum keinen Widerspruch zum Umwelt- und Klimaschutz darstelle: „Es geht nicht um Wachstum oder Nachhaltigkeit, sondern um nachhaltiges Wachstum.“ Und gerade beim Einsatz erneuerbarer Energien sei Österreich ohnehin international vorbildhaft. Die für die Klima- und Energiestrategie zuständige Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger ergänzte, die Strategie sei „kein Selbstzweck“. Vielmehr solle sie dazu dienen, „das Klima zu schützen, ohne auf Wohlstand zu verzichten“.
 
Warnende Worte kamen von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, dem ehemaligen Parteichef der Grünen. Der Umstieg von den fossilen auf CO2-neutrale Energien sei „nichts weniger als eine neue industrielle Revolution, die wir schaffen können und müssen“. Die Welt sei an einem Wendepunkt angelangt. Es gehe nicht um „ein paar heißere Tage mehr oder weniger, sondern darum, irreversible Änderungen des Klimas zu verhindern“. Dazu müssten nach jahrzehntelangen Debatten nun endlich angemessene Maßnahmen ergriffen werden: „Denn wenn wir jetzt nichts tun, wird uns das später auf den Kopf fallen.“
 
Der Austrian World Summit wurde vergangenes Jahr von dem ehemaligen Schauspieler und Gouverneur Kaliforniens, Arnold Schwarzenegger, sowie Bundespräsident Van der Bellen gegründet. Er ist als Diskussionsplattform für Politiker, Wissenschaftler und Wirtschaftsvertreter zu Fragen des Klimawandels gedacht.

 
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Dienstag, 15.05.2018, 14:11 Uhr