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ENERGIEEFFIZIENZ:
Kombination für mehr Effizienz
Ein umfassendes Paket von Energieanalyse, Software und Effizienzberatung soll Unternehmen und Immobilienbetreiber dabei unterstützen, ihre Energieeffizienz nachhaltig zu erhöhen und Kosten einzusparen.
 

Entwickelt hat das System die ABB Automation GmbH in Mannheim. Die Software CPM Energy Manager gibt es schon seit einigen Jahren, neu ist aber die Kombination mit einer Energieberatung und bei Bedarf auch mit einer erfolgsbasierten Contracting-Finanzierung, erläutert Andreas Beyerle-Köster, der bei ABB für die Geschäftsentwicklung in diesem Bereich verantwortlich ist. 

Der Energy Manager hilft der energieintensiven Industrie, Energie und Kosten zu sparen Bild: ABB

Von der Dienstleistung können insbesondere Unternehmen profitieren, die pro Standort einen Mindest-Stromverbrauch von 10 Mio. kWh/a haben. Dies ist die Verbrauchs-Untergrenze, wenn man als energieintensiver Betrieb von der EEG-Umlage befreit werden möchte. Weitere Voraussetzungen für die Befreiung sind ein Mindestanteil der Stromkosten an der Bruttowertschöpfung von 15 % und ein zertifiziertes Energiemanagement. Ein Energiemanagement-System ist auch nach den Vorstellungen, die die Bundesregierung im letzten Jahr in ihrem Energiekonzept festgeschrieben hat, grundsätzlich Voraussetzung für Steuerermäßigungen. Diesen Unternehmen, aber auch allen anderen, die ihren Energieverbrauch unabhängig von steuerlichen Betrachtungen senken wollen, bietet ABB eine Kombination aus Verbrauchserfassung, Minderung des Energiebedarfs und Optimierung der Beschaffung an.

Datensammlung als Startpunkt

Startpunkt dazu ist die Erfassung des Verbrauchs von Strom, Gas, Wasser, Wärme oder Druckluft an einem Standort, einer Anlagenlinie oder in einem Gebäudekomplex. Dabei nutzt der Dienstleister zum einen Daten aus Energiezählern, zum anderen greift er auf die vorhandenen Gebäude- oder Prozessleitsysteme zu. Von hier holt sich das Effizienz-System auch Informationen über die Produktionsplanung oder über die kalkulierte Anlagenutzung, um damit den Energiebedarf der nächsten Tage zu berechnen. Es kann aber auch die Fahrweise einzelner Produktionsanlagen einsehen oder Prozesszustände wie etwa Temperatur-, Druck- und Feuchtewerte bei der Optimierungsrechnung mit einbeziehen, um daraus produktions- und chargenspezifische Energiekennwerte zu bilden. „Der CPM Energy Manager liegt als Ebene zwischen der Prozesssteuerung und der kaufmännischen Unternehmenssteuerung", erläutert Beyerle-Köster. Dank offener Standards zur Datenübertragung wie OPC, ODBC oder M-Bus sei es unproblematisch, mit den vorhandenen Zählern und den Leitsystemen unterschiedlicher Hersteller zu kommunizieren.

Die so gesammelten Daten können helfen, ein Energiecontrolling-System aufzubauen und Einsparmöglichkeiten in den Prozessanlagen zu identifizieren und umzusetzen. Eine auf die Analyse folgende Optimierung von Prozessen und Anlagenbetrieb gehört zum Effizienz-Paket dazu. Die dazu eventuell nötige Investition in eine energiesparende Technik kann auch über ein Contracting-Modell finanziert werden. Dabei, so Beyerle-Köster, kann ABB als Dienstleister auch ein erfolgsbasiertes Vergütungsmodell für die zuvor kalkulierte Einsparung anbieten.

Reduziert werden soll mit dem System nicht nur der Energieverbrauch, auch die Kosten für elektrische Energie will man durch Optimierung der Fahrplananmeldungen beim Bilanzkreisbetreiber senken. Eine bessere Planung des Energiebedarfs wird dank der aus dem Prozessleitsystem vorausberechneten Produktionsmengen möglich. Die Software erlaubt es aber auch, eine vorhandene Eigenstromerzeugung und den möglichen Stromverkauf daraus ebenso in die Optimierungsrechnung mit einzubeziehen wie Bedarfsabsenkungen durch zeitvariabel schaltbare Stromverbraucher.

Geeignet ist das Angebot für größere Industriebetriebe und für Immobilien. Realisierte Beispiele kann der ABB-Manager aus der Glas-, Papier- und Metallindustrie aber auch aus der Immobilienwirtschaft vorweisen. Bei dem finnischen Papierhersteller UPM, der einen jährlichen Gesamtenergiebedarf von 20 Mrd. kWh hat, konnten auch durch den Einsatz des CPM Energy Managers die Strombeschaffungskosten für europaweit 19 Werke um 35 % reduziert werden. Das System hat sich damit nach Angaben von ABB schon in wenigen Monaten amortisiert. 


 
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Donnerstag, 10.03.2011, 15:52 Uhr