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Enerige & Management > Photovoltaik - Konsortium treibt Floating-PV voran
Bild: Shutterstock/kittipong sirirattatanon
PHOTOVOLTAIK:
Konsortium treibt Floating-PV voran
Schwimmende PV-Anlagen eröffnen große Erzeugungspotenziale. Wie man diese noch steigern kann, erforscht ein Konsortium im Langzeitprojekt "PV2Float".
 
Floating-PV-Anlagen ermöglichen den Ausbau erneuerbarer Energien, ohne dafür neue Landflächen in Anspruch nehmen zu müssen. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, RWE Renewables und die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) wollen diese Technologie gemeinsam mit weiteren Partnern vorantreiben.

Laut einer Studie des Fraunhofer ISE verfügt Floating-PV in Deutschland aus rein technischer Sicht über ein nutzbares Potenzial im mittleren zweistelligen GW-Bereich. So eröffnen die schwimmenden PV-Anlagen ehemaligen Zentren des Braunkohlebergbaus wie etwa der Lausitz neue Perspektiven.

Im Rahmen des Forschungsprojekts PV 2 Float ist es das Ziel, mehrere schwimmende PV-Anlagen mit unterschiedlichen Systemdesigns einem intensiven Praxistest zu unterziehen. Das Forschungsvorhaben ist auf insgesamt drei Jahre angelegt. Ein geeigneter Tagebausee für die Durchführung wird derzeit ausgewählt.

RWE trägt neben der finalen Standortauswahl mit einer umfassenden Potenzialanalyse des deutschen und internationalen Marktes für Floating-PV zum Projekt bei. Das Unternehmen verfügt über langjährige Erfahrung bei Bau und Betrieb von Freiflächensolaranlagen und realisiert derzeit ein Floating-PV-Projekt in den Niederlanden.

Konzipiert und aufgebaut wird die Versuchsanlage gemeinsam mit Volta Solar. Geplant sind vier schwimmende Installationen und eine Referenzanlage an Land mit insgesamt etwa 150 kW Leistung. Heckert Solar, ein Solarmodulhersteller aus Chemnitz, wird das Projekt mit innovativen Modulkonzepten unterstützen.

VDE Renewables evaluiert die im Rahmen des Projekts entwickelten Kraftwerkskonzepte in Bezug auf Normenkonformität und elektrische Sicherheit und überprüft die Anlagen nach der Errichtung. Das Fraunhofer ISE untersucht den regulatorischen Rahmen für Floating-PV-Anlagen und erarbeitet ein Verfahren zur Beteiligung lokaler Akteurinnen und Akteure.

Das Institut überprüft des Weiteren die Zuverlässigkeit der einzelnen Systemkomponenten, entwickelt PV-Module sowie Ertragssimulationen für die besonderen Anforderungen des schwimmenden Anwendungsbereichs weiter und analysiert die Wirtschaftlichkeit von Floating-PV.

Stefan Wieland, Leiter des Projekts beim Fraunhofer ISE: "Gewässer stellen besondere Anforderungen an Design, Material, Umweltverträglichkeit und Betriebsführung schwimmender PV-Kraftwerke. Im Projekt werden diese im Hinblick auf die Errichtung großer Floating-PV-Anlagen untersucht."
 

Peter Koller
Redakteur
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Freitag, 02.07.2021, 13:10 Uhr

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