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Enerige & Management > Regenerative - Kräftige Finanzspritze für Baywa Re
Bild: stockWERK / Fotolia
REGENERATIVE:
Kräftige Finanzspritze für Baywa Re
Mithilfe einer Kapitalerhöhung spült der Baywa-Konzern mehr als 500 Mio. Euro in die Kassen der Erneuerbaren-Tochter Baywa Re, um deren Wachstum zu finanzieren.
 
Im Zuge der Kapitalerhöhung wird der Vermögensverwalter Energy Infrastructure Partners (EIP), eine Tochter von Credit Suisse, 49 % der neuen Baywa Re übernehmen. Dadurch fließt dem Erneuerbaren-Projektierer eine Eigenkapitaleinlage in Höhe von 530 Mio. Euro zu. 51 % der Anteile verbleiben beim Baywa-Mutterkonzern.

"Zusammen mit unserem 2019 erfolgreich platzierten Green Bond haben wir somit in weniger als zwei Jahren 1,03 Milliarden Euro am Kapitalmarkt für das Geschäftsfeld Regenerative Energien akquiriert", sagt Klaus Josef Lutz, Vorstandsvorsitzender der Baywa AG. Die Baywa Re sei heute Schrittmacher eines Aufbaus der Infrastruktur erneuerbarer Energieanlagen mit großem Wachstumspotenzial vor allem in Europa, den USA und der Asien-Pazifik-Region.

Die Baywa war bereits seit rund eineinhalb Jahren auf der Suche nach einem externen Investor für die Erneuerbaren-Tochter. Hintergrund dürften ehrgeizige Wachtumspläne sein: Erst im August hatte Baywa Re den Einstieg in den Bereich der Offshore-Windenergie bekannt gegeben. So beteiligt sich das Unternehmen an einer Ausschreibung für den geplanten Windpark „ScotWind“ vor der schottischen Küste, der eine Gesamtleistung von rund 10.000 MW liefern soll. 

Felipe Cornago, Head of Offshore Wind Business Development bei Baywa Re, hatte die Entscheidung gegenüber E&M so begründet: „Wir haben eine sehr erfolgreiche Geschichte als Erneuerbaren-Projektierer und Offshore wird eine wichtige Rolle spielen, um diesen Erfolg fortzuschreiben.“ Offshore-Wind werde in 30 bis 40 Jahren in Europa die wichtigste Erzeugungsart sein.

Allerdings sind im Offshore-Bereich die Anfangsinvestitionen um ein Vielfaches höher als bei Onshore-Wind oder Solar. Die Finanzspritze aus der Kapitalerhöhung dürfte da wie gerufen kommen.

Baywa Re wird selbst zum Energieproduzenten

Der Erfolg der Baywa Re ist von großer Bedeutung für die Lage des Gesamtkonzerns. Der Energiebereich − inklusive fossiler Energien − ist nach dem klassischen Kerngeschäft Agrar das zweite große Standbein des Unternehmens und kam 2019 auf einen Jahresumsatz von knapp 4,5 Mrd. Euro (Agrar 10,9 Mrd. Euro). "Wir erwarten in den nächsten Jahren durch das steigende Wachstum in diesem Geschäftsfeld einen weiteren Ergebnisschub für die Baywa", sagte CEO Lutz.

Mit der Kapitalerhöhung gehen zugleich einige Veränderungen einher: Baywa Re soll sich zu einem IPP (Independent Power Producer) weiterentwickeln. Das bedeutet, dass ausgewählte Solar- und Windkraftwerke in einem Gesamtumfang von mittelfristig bis zu 3.000 MW selbst betrieben werden.

Nach der Eintragung der Kapitalerhöhung wird die Baywa Re zudem in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. CEO wird Matthias Taft, der derzeit noch für das Segment Energie verantwortliche Vorstand der BayWa AG.
 

 
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