• Vorreiter-Unternehmen für Klimaschutz-Initiative gesucht
  • Ökostromlücke von 10 Prozent für 2030 prognostiziert
  • Thomas Zaremba wechselt von Jena nach Rudolstadt
  • Bürger entscheiden für Solarpark bei Sinzing
  • "Jede vermiedene Tonne Treibhausgase zählt"
  • Hamburg Energie und Wärme Hamburg fusionieren
  • Geothermienutzung zur Wärmebereitstellung in Deutschland
  • An allen Enden fester
  • OGE arbeitet mit Lkw-Herstellern zusammen
  • Verbände fordern mehr Hilfen bei Effizienz-Projekten
UNTERNEHMEN:
Krefelder Kohlekraftwerk kann gebaut werden
Als letzte der großen Parteien hat die CDU in Krefeld ihren Widerstand gegen das von der Trianel-Gruppe geplante 800-MW-Steinkohlekraftwerk im Stadtteil Uerdingen aufgegeben.
 
Zuvor hatten Trianel und der Chemieparkbetreiber Currenta (früher Bayer Industry Services) die Erfüllung mehrerer Forderungen von Seiten der Politik zugesagt. Dazu gehörte beispielsweise die Zusicherung, dass die noch aus den frühen sechziger Jahren stammenden Kohlekessel in dem Chemiepark mit einer Leistung von rund 200 MW ein Jahr nach einem störungsfreien Betrieb des neuen Kohlekraftwerkes abgeschaltet werden. Daneben machten Trianel und Currenta zahlreiche Zugeständnisse, um die Umweltbelastungen insbesondere beim Kohle-Transport zu reduzieren.

In dieser Form könne das neue Kraftwerk gebaut werden, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Wilfried Fabel nach einer Sondersitzung seiner Partei. Monatelang hatten sich insbesondere die Christdemokraten zusammen mit den Grünen gegen den Neubau gewehrt. Die Grünen sprachen nach der Entscheidung der Krefelder CDU von „einer klimapolitischen Katastrophe für die Stadt".

Dank des Schwenks der Krefelder CDU kann das Stadtwerke-Bündnis Trianel nun sein zweites Kraftwerksprojekt in Angriff nehmen. Derzeit laufen die Bauarbeiten für einen Kohlemeiler mit ebenfalls 800 MW Leistung in Lünen vor den Toren Dortmunds. Der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Projekten liegt im Wirkungsgrad. In Lünen sind 46 Prozent angestrebt, in Krefeld hat sich Trianel festgelegt, dank einer erhöhten Dampf-Auskopplung die 60-Prozent-Marke zu knacken. Auch diese Wirkungsgradserhöhung gehört zu den Zugeständnissen gegenüber der Krefelder Politik. Um die 60-Prozent-Marke zu erreichen, müssen noch weitere Abnehmer für den Dampf im Chemiepark gewonnen werden. „Wir sind mit einigen Unternehmen im Gespräch und setzen auch auf einige Neuansiedlungen", erklärte Chemiepark-Geschäftsführer Stefan Dresely.

Nach der politischen Zustimmung geht es nun für Trianel darum, die Finanzierung des Milliarden-Euro-Projektes zu stemmen. Bemerkenswert an der Entwicklung in Krefeld ist folgende Petitesse: Konnten sich die Christdemokraten in der „Seiden-Stadt" nach langem Hickhack zum Ja für ein Kohlekraftwerk durchringen, verweigerten ihre Parteikollegen in der Nachbarstadt Düsseldorf die Zustimmung für einen geplanten Kohleblock der lokalen Stadtwerke.

 
Möchten Sie diese und weitere Nachrichten lesen?
 
 
Testen Sie E&M powernews
kostenlos und unverbindlich
  • Zwei Wochen kostenfreier Zugang
  • Zugang auf stündlich aktualisierte Nachrichten mit Prognose- und Marktdaten
  • + einmal täglich E&M daily
  • + zwei Ausgaben der Zeitung E&M
  • ohne automatische Verlängerung
 
Jetzt kostenlos testen
 
Login für Kunden
 

Kaufen Sie den Artikel
  • erhalten Sie sofort diesen redaktionellen Beitrag für nur € 2.98
 
JETZT ARTIKEL KAUFEN
Mehr zum Thema

 
Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?
 
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter  vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.
 
WEITERE INFORMATIONEN
© 2021 Energie & Management GmbH
Montag, 22.12.2008, 14:12 Uhr