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Enerige & Management > Bilanz - Leipzig mit Geschäftsjahr 2016  "sehr zufrieden"
Bild: Fotolia.com, Rynio Productions
BILANZ:
Leipzig mit Geschäftsjahr 2016 "sehr zufrieden"
Die Stadtwerke Leipzig haben sich im ersten Jahr unter dem neuen kommunalen Markendach der Leipziger Gruppe gut entwickelt.
 
Die Stadtwerke Leipzig erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2016 rund 1,93 Mrd. Euro Umsatz und ein Ergebnis nach Steuern von 64,1 Mio. Euro. Den Ergebniszuwachs gegenüber dem Vorjahr von 9,7 Millionen Euro führt das Unternehmen auf den Mehrabsatz an Energie am Wärmemarkt in Folge kühlerer Witterung, den wegen gesunkener Gaspreise wirtschaftlicheren Betrieb seines GuD-Heizkraftwerks und Sondereffekte zurück, die aus dem Abschluss strittiger Geschäftsvorfälle aus Vorjahren zu Gunsten der Stadtwerke resultieren.

Der Gasabsatz einschließlich Handelsmengen lag bei rund 6,2 Mrd. kWh (2015: 3,8 Mrd. kWh). Der Fernwärmeabsatz legte um 6,4 Prozent auf knapp 1,4 Mrd. kWh (2015: 1,3 Mrd. kWh) zu. Der Stromabsatz einschließlich der Handelsmengen nahm leicht auf 43,5 Mrd. kWh (2015: 42 Mrd. kWh) zu. Die unverändert anspruchsvollen Marktbedingungen im Handelsgeschäft wirkten sich jedoch negativ auf das Ergebnis aus.

Die Biomasseanlagen der Stadtwerke arbeiteten bei niedrigen Brennstoffpreisen wirtschaftlich. Auch die Beteiligung an der Fernwärmeversorgung im polnischen Danzig habe sich stabil entwickelt, teilte das Unternehmen mit.

Insgesamt investierten die Stadtwerke 32,7 Mio. Euro – knapp halb so viel wie 2015 (69,6 Mio. Euro). Für rund 3 Mio. Euro erwarben sie Ende 2016 eine 70-Prozent-Beteiligung an einem von der Boreas Energie GmbH errichteten Windpark bei Gotha. Gut 20 Mio. Euro flossen in die Strom-, Gas- und Fernwärmenetze.

Urbane Energiewende braucht Wärmenetze und KWK

Im laufenden Jahr will der Leipziger Kommunalversorger weiter in erneuerbare Erzeugungsanlagen und vor allem auch in sein Fernwärmesystem investieren. Der Stadtteil Plagwitz wird an das Fernwärmenetz angeschlossen. Die urbane Energiewende brauche ein klares Bekenntnis zu flexiblen Wärmenetzen und zur Kraft-Wärme-Kopplung, wenn sie vorankommen soll, so das Unternehmen. Flexible Wärmenetze und Kraft-Wärme-Kopplung seien die maßgeblichen Träger der Energiewende in Städten. Das aktuell diskutierte Netzentgeltmodernisierungsgesetz gefährde die Wirtschaftlichkeit des Leipziger GuD-Kraftwerks, warnte die Geschäftsführung des Unternehmens bei der Vorlage der Zahlen für 2016.

Für das laufende Jahr und die nächsten Jahre erwarten die Stadtwerke deutlich niedrigere Ergebnisse. Als maßgeblich für den mittelfristigen Erfolg bewertet das Unternehmen die eingeleiteten internen Veränderungen genauso wie die politischen Rahmenbedingungen sein. Wichtig seien Planungs- und Investitionssicherheit sowie eine technologieoffene und wettbewerbliche Gestaltung der Energiewende.

Der kommunale LVV-Konzern, der seit dem letzten Jahr unter dem Dach der Leipziger Gruppe zusammengefasst ist und zu dem neben den Stadtwerken auch die Verkehrsbetriebe und die Wasserwerke zählen, steigerte sein operatives Ergebnis gegenüber 2015 um knapp 5 Mio. Euro auf 216 Mio. Euro und verringerte die Gesamtverschuldung auf 588,2 Mio. Euro (2015: 612,1 Mio. Euro). Das Betriebsergebnis verbesserte sich auf 73,9 Mio. Euro (2015: 58,5 Millionen Euro).

„Mit dem Geschäftsjahr 2016 sind wir sehr zufrieden“, sagte Norbert Menke, Sprecher der Geschäftsführung der LVV. „Leipzig wächst nachhaltig. Die Leipziger Gruppe leistet dazu erneut einen wichtigen Beitrag“, unterstrich Oberbürgermeister und LVV-Aufsichtsratschef Burkhard Jung (SPD).

 
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Donnerstag, 08.06.2017, 14:44 Uhr