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Enerige & Management > Beteiligung - Leipzig will Erfurter VNG-Anteile
Bild: Fotolia.com, bluedesign
BETEILIGUNG:
Leipzig will Erfurter VNG-Anteile
Leipzig ist bereit, die Erfurter Anteile an der ostdeutschen Gasimporteur Verbundnetz Gas (VNG) zu übernehmen und damit die kommunale Sperrminorität im VNG-Aktionärskreis aufrecht zu erhalten.
 
Die Stadtwerke Erfurt (SWE) hatten am 30. September den Treuhandvertrag mit der VNG Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft (VUB) GmbH gekündigt und im Nachgang den Mitgesellschaftern ihre VNG-Aktien zum Erwerb angeboten. Die Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (LVV), die Holding der sächsischen Messestadt über deren kommunalen Unternehmen und Beteiligungen, sei nun bereit, ihr Vorerwerbsrecht zum Kauf der Erfurter VNG-Aktien zu nutzen, teilte das Unternehmen am 8. November mit.

Die LVV akzeptiere allerdings den von der SWE vorgeschlagenen Kaufpreis nicht, sondern beziehe ihr Kaufinteresse auf den Verkehrswert, der durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer festzustellen sei. Die Erfurter waren bislang laut Medienberichten von einem Wert ihre Anteile in der Größenordnung von 80 bis 85 Mio. Euro ausgegangen.

Die VUB hält 25,79 % der Aktien der VNG und damit eine Sperrminorität. Gesellschafter der VUB sind kommunale Unternehmen aus Rostock, Neubrandenburg, Annaberg-Buchholz, Leipzig, Chemnitz, Dresden, Hoyerswerda, Nordhausen und Wittenberg. Sie stemmten sich in den letzten Jahren immer wieder erfolgreich gegen den Aufbau einer Mehrheitsposition durch einen der privaten Gesellschafter EWE (47,9 %), Wintershall (15,79 %) und Gazprom Germania (10,52 %).

Nach dem Ausstieg von Jena, Halle und jetzt Erfurt gibt es auch in Dresden Überlegungen für einen Rückzug aus dem VNG-Aktionärskreis. Leipzig engagiert sich auch deshalb so stark bei VNG, weil die Stadt einen Wegzug des Unternehmens befürchtet, wenn ein anderer Versorger die Mehrheit übernehmen sollte.

 
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Freitag, 08.11.2013, 17:13 Uhr