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Enerige & Management > Beteiligung - Leipzig will VNG-Zukunft sichern
Bild: Fotolia.com, bluedesign
BETEILIGUNG:
Leipzig will VNG-Zukunft sichern
Die EWE AG hat noch nicht entschieden, ob sie sich von ihrer Mehrheitsbeteiligung an der ostdeutschen Verbundnetz Gas AG trennen will. Die Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (LVV) steht als Interessent für die Übernahme der VNG-Aktien bereit.
 
Die LVV, die Holding der kommunalen Unternehmen Leipzigs, will die Verbundnetz Gas AG (VNG) als eines der größten Unternehmen Ostdeutschlands unbedingt in der sächsischen Messestadt halten und ist bereit, sich finanziell erheblich dafür zu engagieren.

Derzeit gehört die VNG zu 64 % der EWE AG. Der Oldenburger Energieversorger hatte im Frühjahr von Wintershall Anteile und damit die Mehrheit an VNG erworben. EWE hatte sich dabei sowohl die Möglichkeit offengehalten, die VNG-Beteiligung zu behalten und das Unternehmen weiterzuentwickeln, aber auch einen Verkauf nicht ausgeschlossen. Die Entscheidung über das weitere Vorgehen soll bis Mitte 2015 fallen, erklärte ein Sprecher auf Anfrage von E&M.

In Leipzig wird indes befürchtet, dass ein Verkauf zu einer Zerschlagung des Gasunternehmens und zu dessen Wegzug aus der Stadt führen könnte. Das will die Kommune verhindern. Die LVV prüfe alle Optionen, um die VNG am Standort Leipzig zu sichern, teilte die städtische Holding am 18. Dezember mit. Deshalb stehe sie für Gespräche zur Übernahme der EWE-Aktienmehrheit an der VNG bereit, sollte sich die EWE entscheiden, ihre Anteile zu veräußern.

In den vergangenen Monaten seien von den Aktionären intensive Gespräche zur Standortsicherheit und zu den Regeln der künftigen Zusammenarbeit geführt worden. Da derzeit jedoch nicht absehbar sei, ob EWE ihre VNG-Beteiligung dauerhaft halten oder veräußern wird, habe sich die LVV dazu entschlossen, alternativ das eigene Interesse am EWE-Aktienpaket zu bekunden, so die Mitteilung weiter.

Um dieses Vorhaben erfolgreich zu gestalten und die Investitionen der LVV-Gruppe in die Infrastruktur der Stadt Leipzig planmäßig voranzutreiben, sei „eine nachhaltige Partnerschaft mit weiteren Investoren aus der Kommunal- und Finanzwirtschaft unerlässlich“.

Die LVV ist bereits Aktionär der VNG und Gesellschafter der VNG Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH (VuB), in der zehn ostdeutsche Kommunen ihre Beteiligungen bündeln. Insgesamt halten sie mit 25,1 % eine Sperrminorität bei VNG. Die LVV ist mit derzeit rund 7 % größter Anteilseigner und verhandelt mit Erfurt (4,2 %) sowie Nordhausen (0,55 %), die ihre Anteile verkaufen wollen, bezüglich einer Übernahme.

 
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Freitag, 19.12.2014, 15:17 Uhr