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Enerige & Management > Stromspeicher - Millionen für Speicher
Bild: Fotolia.com, Dark Vectorangel
STROMSPEICHER:
Millionen für Speicher
Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen wirbt mit einem Thesenpapier für bessere Rahmenbedingungen von Speichern als Flexibilitätsoption in der Energiewende.
 
Politiker, Verbände und Unternehmensvertreter haben sich am 22. März 2017 über die Zukunft von Speichern im deutschen Energiesystem ausgetauscht. Gemeinsam mit Kollegen aus der Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen hatte deren stellvertretender Vorsitzender Oliver Krischer zu einem „Grünen Speicher-Gipfel“ geladen.

Dessen Teilnehmer waren: Sonnen, SENEC.IES, BAE Batterien, Bundesverband Solarwirtschaft, GP Joule, Areva, Bundesverband Energiespeicher, BMZ Group, IBV Solar, ITM Power, Mitsubishi Hitachi, SMA Solar, Ingvesta, Belectric, Hand & Fußer, Vattenfall Wasserkraft, Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, GNB Industrial Power sowie Jena Batteries.

Zur Diskussion stand dort ein Thesenpapier mit dem Titel „Den Weg zur Speicherrevolution ebnen“. Die weitere Autoren neben Krischer sind Anton Hofreiter (Fraktionsvorsitzender) und Julia Verlinden (Sprecherin für Energiepolitik). Laut einer Mitteilung von Krischers Büro wird das Dokument „so im Grundsatz von der Speicherbranche mitgetragen“.

Es geht darin um die Bedeutung von Speichern für die Energiewende im Allgemeinen, um den rechtlichen Rahmen und um Preissignale. Diesen Diskussionspunkt hatten die Grünen schon in einem Fraktionsbeschluss im Jahr 2015 mit dem Konzept eines „ökologischen Flexibilitätsmarkts“ im Visier. Darauf verweisen sie nun in ihrem Thesenpapier.

Die Autoren gehen unter anderem davon aus, dass es spätestens ab Mitte der 2020er Jahre einen Bedarf an Langfristspeichern für Strom und Wärme geben werde. Deshalb gelte es nun, die Entwicklung und die Markteinführung von Power-to-X-Technologien voranzubringen. Darüber hinaus unterstreichen sie die Bedeutung von Speichern für die Beteiligung vieler verschiedener Akteure an der Energiewende und mahnen Veränderungen in den Rahmenbedingungen des Energiemarkts an. Denn gerade mit einem ökologischen Flexibilitätsmarkt würden Speicher neue Perspektiven erhalten.

Mit einer elf Punkte umfassenden Liste fassen die Autoren des Thesenpapiers ihre Ziele auf politischer Ebene und auf Unternehmensebene zusammen:
  • Weiterführung des Batteriespeicherprogramms mit einem jährlichen Volumen von 25 Millionen Euro.
  • 400 Millionen Euro für ein „Investitionsprogramm Wärmespeicher“. Damit sollen 10 000 Speicher installiert werden.
  • Stromspeicher sollen energierechtlich nicht länger als Letztverbraucher behandelt werden, Abgaben und Umlagen für Strom aus Speichern daher entfallen.
  • Stromspeicher, die mit Erneuerbarem Strom gespeist werden und eine zusätzliche Netzverstärkung überflüssig machen, sollen für Verteilnetzbetreiber auf das Netzentgelt anrechenbar werden. Dazu braucht es auch einer klaren Definition von Stromspeichern im Energiewirtschaftsgesetz.
  • Hausspeicher sollen netzdienlich eingesetzt werden, zugleich aber auch für die Eigenstromversorgung genutzt werden. Dafür soll die ‚Sonnensteuer‘ für eigenverbrauchten Strom aus erneuerbaren Quellen entfallen.
  • Einführung eines ‚Ökologischen Flexibilitätsmarktes‘, der den Betrieb und Neubau von Speichern, steuerbaren erneuerbaren Energien, abschaltbaren Lasten und hochflexiblen Gaskraftwerken anreizt.
  • Marktbelebung mit Nutzung der Multiplikatoren (Handwerker, Verbände, Unternehmen, Banken und Energieberater)
  • Informationskampagnen für Verbraucherinnen und Verbraucher über neue Finanzierungsansätze
  • Einen besseren Finanzierungszugang für Unternehmen
  • Bessere strategische Forschung und Entwicklung
  • Erarbeitung mit der Wirtschaft von ökologisch tragfähigen Konzepten für eine umwelt- und sozialgerechte Erzeugung und Entsorgung von Batterien.

Zum Abschluss betonen Krischer und seine Kollegen ausdrücklich, die Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen sehe „in der Forschung, Entwicklung und Markteinführung von Speichersystemen einen energiepolitischen Schwerpunkt“ und werde auf breiter Basis für entsprechende Unterstützung werben.
 

 
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Donnerstag, 23.03.2017, 17:12 Uhr