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Enerige & Management > Beteiligung - MVV kann sich über neuen Großaktionär freuen
Bild: Fotolia.com, bluedesign
BETEILIGUNG:
MVV kann sich über neuen Großaktionär freuen
Die Karlsruher EnBW und  die Kölner Rheinenergie trennen sich von ihren MVV-Anteile in Höhe von 45,1 %. Zum Zug soll der internationale Infrastruktur-Investor First State kommen.
 
Zwar gibt es seitens MVV zum Thema nur eine dünne Ad-hoc-Mitteilung, in der man bestätigt, von den Aktionären EnBW AG und Rhein Energie AG informiert worden zu sein, dass „eine grundsätzliche Einigung mit einem Bieter über den Verkauf ihrer Beteiligungen an der MVV Energie AG in Höhe von zusammen 45,1 % gefunden“ wurde.

Das Verkaufsverfahren erfolge in Abstimmung mit MVV und der Stadt Mannheim als Mehrheitsaktionär. Und: Ein Vertragsabschluss stehe noch unter dem Vorbehalt der erforderlichen Gremienzustimmungen und behördlichen Genehmigungen.

Darüber hinaus reichende Auskünfte wollte ein MVV-Unternehmenssprecher auf E&M-Anfrage dazu aber nicht geben. Allerdings ist es in der Branche kein Geheimnis, dass die Mannheimervor allem mit dem EnBW-Aktionär nicht sonderlich glücklich waren. Sogar zu gerichtlichen Auseinandersetzungen war es gekommen: Als EnBW seine Anteile auf 28,76 % aufstockte, hatte die MVV Energie Beschwerde gegen eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf eingelegt, das die Genehmigung dieses Deals durch die Kartellbehörde nicht beanstanden wollte.

Man befürchtete, dass EnBW durch die Überschreitung der 25-%-Grenze zu viel Einfluss bekommen, Entscheidungen blockieren und dem Konkurrenten das Leben schwer machen könnte.

Wenige Monate später kamen dann die ersten Verkaufssignale aus Karlsruhe aber auch aus Köln: Dort werde jetzt der gemeinsame Verkauf der MVV-Anteile geprüft, berichtete E&M im vergangenen Oktober. „MVV verfolgt hierbei das Ziel einer langfristig stabilen Aktionärsstruktur, die auch in Zukunft eine konsequente und erfolgreiche Umsetzung der auf die nachhaltige Gestaltung der Energiewende ausgerichteten Unternehmensstrategie sicherstellt“, teilte das Unternehmen damals zu seinen Zielen einer Neuordnung mit.

Jetzt scheint eine Lösung gefunden. Bei der Firma, an die die Anteile veräußert werden sollen, handelt es sich jedenfalls nicht um einen deutschen Mitbewerber, sondern um einen großen internationalen Konzern, laut Medienberichten der Infrastruktur-Investor First State mit Wurzeln in Australien, der in Europa ebenfalls schon breit aufgestellt ist. Die Ziele des neuen Großaktionärs passen zu dem, was die Mannheimer zuletzt manifestiert haben: Auch hier gibt es Interesse an Erneuerbaren, Nachhaltigkeit und Energiewende.

MVV Energie gehört zu den ganz großen Versorgern in der Bundesrepublik: Im vergangenen Jahr setzte der Konzern mit 6.100 Mitarbeitern 4 Mrd. Euro um.

Die Anteilspakete, die First State von EnBW und Rheinenergie übernehmen will, sollen einen Wert von 750 Mio. Euro haben. Die Rechtsbeschwerde beim Bundesgerichtshof, die MVV gegen die Genehmigung der EnBW-Aufstockung eingelegt hat, muss man jetzt wohl nicht mehr durchfechten.

 
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Mittwoch, 25.03.2020, 14:40 Uhr