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Enerige & Management > Elektrofahrzeuge - Netzstabilisierung durch Elektroautos
Bild: Lichtblick
ELEKTROFAHRZEUGE:
Netzstabilisierung durch Elektroautos
Elektrofahrzeuge können eine Leistungsreserve für das Stromnetz bereitstellen. Dies ist ein Ergebnis des Forschungsprojektes INEES.
 
Das Projekt INEES (Intelligente Netzanbindung von Elektrofahrzeugen zur Erbringung von Systemdienstleistungen) hat Mitte Juni seinen Abschlussbericht vorgelegt. Mehrere Kooperationspartner (Volkswagen AG, LichtBlick SE, SMA Solar Technology AG sowie das Fraunhofer Institut Windenergie und Energiesystemtechnik, IWES) haben darin untersucht, wie sich Elektrofahrzeuge in das Stromnetz integrieren lassen und welchen Beitrag sie zur Netzstabilität leisten können.
 
Dazu hat man mehrere Fahrzeuge in einem einjährigen Flottenversuch als Stromspeicher benutzt. Sie konnten sowohl Strom laden, als auch Energie zurück in das Stromnetz liefern. Für die Versuche hat die SMA Solar Technology AG eine bidirektionale DC-Ladestation entwickelt und eine Kleinserie von 40 Geräten gefertigt. Volkswagen stattete 20 Fahrzeuge des Typs e-up! mit einer bidirektionalen Ladefunktion und einer Kommunikationsanbindung aus. Die Nutzer konnten das System über eine Mobiltelefon-App bedienen und damit zugleich testen, wie sich ihr persönliches Fahrverhalten und die Anforderungen des Strommarktes miteinander verbinden lassen. Laut Lichtblick, das zu dem Test seine Steuerungssoftware SchwarmDirigent beisteuerte, haben die Testteilnehmer grundsätzlich keine Einschränkungen in ihrer alltäglichen Mobilität festgestellt.
 
Ein Ergebnis der Versuche war, dass Elektrofahrzeuge mit hoher Sicherheit und kurzer Reaktionszeit eine Leistungsreserve für das Stromnetz zur Verfügung stellen können. Allerdings ist unter den aktuellen Rahmenbedingungen das Bereitstellen von Regelleistung durch einen Elektrofahrzeugpool noch nicht rentabel. Das kann sich aber durch geplante Gesetzesänderungen, technische Weiterentwicklungen und den Wandel des Energiesystems ändern.
 
Wissenschaftlich begleitet hat die Versuche das Fraunhofer-Institut IWES. Nach seinem Analysen zur Belastung der Verteilnetze ist nur in heute schon stark belasteten Netzausläufern kurzfristig mit Engpässen zu rechnen. Belastungsänderungen seien aber mittelfristig in den Netzausbau einzuplanen. Das von der Bundesregierung zum „Leuchtturmprojekt der Elektromobilität“ erklärte Forschungsprojekt wurde durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

 
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Donnerstag, 16.06.2016, 10:38 Uhr