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REGENERATIVE:
Neuer Interessenverband in der Biogasbranche
Der Fachverband Biogas bekommt Konkurrenz: Am 22. Juni wurde in Berlin der Biogasrat e.V. ins Leben gerufen.
 

„Wir wollen die gemeinsamen Interessen der Marktteilnehmer der gesamten Wertschöpfungskette der Biogasbranche vertreten", betonte Martin Bahr, Sprecher des Verbandes, gegenüber powernews.org. Dazu zählen Anlagenbauer, Zulieferer, Finanzierer, Pflanzenzüchter, Betreiber und Landwirte, aber auch der Biogas- und Stromhandel sowie die Ent- und Versorgungswirtschaft. Zweck des Verbandes ist laut Satzung die „Förderung der Belange und Interessen insbesondere der landwirtschaftlichen, industriellen und effizienten Biogasproduktion und -nutzung" sowie die „Sicherstellung der Technologieführerschaft im Sinne des Klimaschutzes, der Nachhaltigkeit und des kontinuierlichen Ausbaus der Wettbewerbsfähigkeit von Biogas auf internationaler Ebene durch das Vorantreiben von Standards und der stetigen Optimierung der Anlageneffizienz". Darüber hinaus will sich der Biogasrat auch für eine Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Biogas- und Bioerdgasindustrie einsetzen. „Ziel ist eine Harmonisierung des Biomethan-Handels in Europa", sagte Bahr.

Unklar ist derzeit, wie sich die neue Interessenvereinigung gegenüber dem Fachverband Biogas mit Sitz im bayerischen Freising positionieren wird. Der Fachverband mit rund 500 Mitglieds-Unternehmen unterhält seit 2007 ein Büro in Berlin und hat sich Anfang Februar dem neu gegründeten europäischen Biogasverband EBA (European Biogas Association) angeschlossen. Während der etablierte Verband als landwirtschaftlich geprägt gilt, zählt der Großteil der bisherigen Biogasrat-Mitglieder zu den Vorreitern der industriellen Biogaserzeugung in Deutschland. Gründungsmitglieder sind Eon Bioerdgas, BKN Biostrom, Jenbacher, Envitec Biogas, Weltec Biopower, MTU Onsite Energy, ITT Water & Wastewater Deutschland, agri.capital, KTG Biogas, Renergie green solutions, biogas weser-ems, eeMaxx Energy System, Nawaro Bioenergie und die Deutsche Biogas AG.

„Wir wollen mit dem Biogasrat ein Organ schaffen, das alle Beteiligten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik an einen Tisch bringt, und das nicht nur deutschland-, sondern auch europaweit", erklärte Kunibert Ruhe. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende bei Envitec Biogas gehört ebenso wie Thomas Stephanblome (Eon Bioerdgas) und Norbert Hetebrüg (Jenbacher) zum Vorstand des neuen Verbandes. Geplant sei zudem die Bildung einer Arbeitsgruppe mit 15 bis 20 Mitgliedern, eines so genannten Bioenergierates Biogas, der die Aufgabe hat, den Vorstand und die Geschäftsführung zu beraten und gegenüber politischen Entscheidungsträgern sein Fachwissen einzubringen.

Nach Ansicht von Hans Friedmann, Vizepräsident des Fachverbandes Biogas und Geschäftsführer der Agraferm Technologies AG, haben die Biogas-Organisationen „die sich vor zehn Jahren gebildet haben, jede für sich ihre eigene Berechtigung, sei es als Veranstaltungsorganisation mit wirtschaftlichen Interessen oder als Betreibervereinigung zum Erfahrungsaustausch". Auf allen Gebieten gebe es kooperative Zusammenarbeit - und dem Fachverband werde die politische Arbeit überlassen. „Im Gegensatz zu damals sind es heute eher die wirtschaftlichen Interessen einiger weniger, die sich nicht hinreichend in der Arbeit des Fachverbandes abgebildet sehen", schreibt Friedmann im Editorial der aktuellen Ausgabe des verbandseigenen „Biogas Journals".


 
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Dienstag, 23.06.2009, 16:41 Uhr