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Enerige & Management > Windkraft Offshore - Neues Testfeld für Offshore-Windturbinen
Bild: Fotolia.com, zentilia
WINDKRAFT OFFSHORE:
Neues Testfeld für Offshore-Windturbinen
In Bremerhaven werden künftig Propeller für den Einsatz im Meer getestet. Erstes Testobjekt ist die neue 8-MW-Windturbine von Adwen.
 
Bremerhaven bekommt ein eigenes Testfeld für Offshore-Windturbinen. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Vorhaben des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) mit 18,5 Mio. Euro. „Forschung und Entwicklung sind der Schlüssel, um die Kosten für den Ausbau der Offshore-Windenergie weiter zu senken“, sagte der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer (SPD), bei Übergabe des Förderbescheids an IWES-Institutsleiter Andreas Reuter.

Erstes Testobjekt auf dem stillgelegten Flugplatz Luneort im Süden der Stadt ist der 8-MW-Prototyp des Herstellers Adwen, dessen Aufbauarbeiten bis Mitte kommenden Jahres abgeschlossen sein sollen. Die AD 8-180, so die unternehmensinterne Typenbezeichnung, ist dann die erste 8-MW-Anlage auf deutschem Boden.

Ähnlich wie beim Offshore-Forschungswindpark Alpha Ventus sieht das Nutzungskonzept für das Testfeld vor, auf dem es noch Platz für eine weitere Windturbine gibt, dass die Windturbine künftig auch anderen Partnern und Unternehmen als Forschungsplattform zur Verfügung steht – daher auch die Unterstützung aus der Bundeskasse. Mit den Geldern aus Berlin wird das IWES die Adwen-Anlage kaufen und künftig betreiben. Mit der Stromerzeugung erwartet die Institutsleitung künftig jährliche Einnahmen von rund zwei Mio. Euro, die für Forschungszwecke eingesetzt werden sollen.

Die IWES-Experten in Bremerhaven hatten in den vergangenen Monaten bereits die Gondel und die Rotorblätter der neuen AD 8-180 getestet. Die Adwen-Anlage dürfte damit die am besten vorab untersuchte Offshore-Windturbine werden, bevor es zum Einsatz auf See kommt. Ob und wann das allerdings der Fall sein wird, ist völlig offen. Das weitere „Schicksal“ der neuen 8-MW-Anlage hängt vom Siemens-Konzern ab.

Zum Hintergrund: Adwen ist als Jointventure zwischen der spanischen Gamesa-Gruppe und Areva Wind gestartet. Gamesa hat sich vor wenigen Monaten mit Siemens zu einem Gemeinschaftsunternehmen zusammengeschlossen, an dem es 41 % der Anteile hält. Im Zuge dieses Mergers hat das Areva-Management bekannt gegeben, seine Adwen-Anteile an Gamesa und damit indirekt an Siemens zu verkaufen. Siemens selbst entwickelt derzeit eine neue Großturbine mit einer Leistung von 10 MW und mehr, munkeln Branchenkreise. Die Anlage soll später im neuen Produktionswerk in Cuxhaven gefertigt werden, das derzeit gebaut wird. Sprich, Siemens braucht die neue Adwen-Anlage nicht. Nach bislang vorliegenden Informationen will sich Siemens frühestens Ende über die Zukunftsperspektiven von Adwen äußern.

 
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Mittwoch, 21.12.2016, 11:53 Uhr