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Enerige & Management > Personalie - Paul van Son wechselt zu RWE
Bild: Fotolia.com, Gina Sanders
PERSONALIE:
Paul van Son wechselt zu RWE
Paul van Son (61), seit fünf Jahren Geschäftsführer des Industriekonsortiums Dii, verlässt Ende dieses Jahres die Branchenplattform des Wüstenstromprojektes Desertec.
 
Der holländische Energiemanager wird künftig von Dubai aus für die Essener RWE AG Geschäftsfelder und Projekte in Nordafrika, dem Nahen Osten und der Türkei entwickeln. „Ich bin überzeugt, dass Green-Energy-Objekte in den Wüstenregionen dem Konzern helfen werden, sein Energie-Portfolio langfristig zukunftssicher aufzubauen“, sagte van Son am 10. September.
 
Paul van Son: "Wir haben bewiesen, dass Desertec kein neokolonialistisches Show-Projekt der deutschen Industrie ist."
Bild: Deutsche Essent

Mit Blick auf seine Arbeit bei der Dii GmbH resümiert van Son: „Grüner Wüstenstrom ist mittlerweile auch in Nord- und Südamerika und China ein größeres Thema. So haben wir bewiesen, dass Desertec kein neokolonialistisches Show-Projekt der deutschen Industrie ist.“ Kritiker halten ihm vor, dass noch keines der geplanten Mega-Wüstenstromprojekte gebaut wurde. „Das ist die alte Denke. Ich habe mich viele Berufsjahre mit Netzen, elektrischen Systemen und Marktdesign befasst und habe schnell gemerkt, dass Mega hier nicht der richtige Ansatz war“, erklärt van Son. Die Entwicklung der Stromproduktion aus der Wüste sei vielmehr ein Thema, das Länder von sich aus vorantreiben. Ziel der Dii sei zuletzt gewesen, Pläne für Erneuerbare-Energien-Projekte im Nahen Osten und Nordafrika zu entwickeln und Konditionen dafür auszuloten. Laut van Son wurde „sehr viel erreicht und Wüstenstrom salonfähig gemacht, die Pionierphase liegt nun aber hinter uns“.

Die Dii steht vor einer Neuorganisation. Im Frühjahr zog sich die Mannheimer Bilfinger SE zurück, nachdem Bosch und Siemens das Industriekonsortium verlassen hatten. Die Dii GmbH sei als unternehmerische Initiative gegründet worden, um konkrete Projekte anzutreiben, inzwischen habe sich das Konsortium jedoch zu einer verbandsähnlichen Organisation verändert, begründete Bilfinger den Ausstieg. Eon kündigte an, den Ende 2014 auslaufenden Kooperationsvertrag mit der Dii nicht zu verlängern. Verabschiedet hat sich auch die HSH Nordbank. Mit dem Ausstieg der Desertec Foundation im Juli 2013 hatte auch Geschäftsführerin Aglaia Wieland die Wüstenstrom-Initiative verlassen. Van Son war von diesem Zeitpunkt an alleiniger Geschäftsführer des Industriekonsortiums.

Zu den Gesellschaftern zählen unter anderem noch der ABB-Konzern, Munich Re, Enel Green Power, First Solar, Abengoa Solar, Flagsol, ACWA Power sowie Red Electrica de Espana. Sie haben sich noch nicht auf einen neuen Geschäftsführer festgelegt. Allerdings steht noch eine viel wichtigere Entscheidung an. Im Oktober soll auf einer Konferenz in Rom beschlossen werden, in welcher Form die Dii GmbH künftig weitergeführt wird, heißt es aus München.

 
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Donnerstag, 11.09.2014, 11:26 Uhr