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Enerige & Management > Tschechische Republik - Regierung treibt Dukovany-Ausbau voran
Bild: Fotolia.com, aldorado
TSCHECHISCHE REPUBLIK:
Regierung treibt Dukovany-Ausbau voran
Die tschechische Regierung treibt den Ausbau des Kernkraftwerks Dukovany nahe der österreichische Grenze voran.
 
Das Ministerium für Industrie und Handel hat in den vergangenen Wochen Verhandlungen mit insgesamt neun Unternehmen aufgenommen, die einen fünften Reaktor auf dem Areal der Kernkraftwerks errichten könnten. Im Gespräch seien die chinesischen CGN, SNPTC und CNNC, die südkoreanische KEPCO, die französischen Areva und Atmea, die russische Rosatom, die US-amerikanischen Westinghouse und die japanische Mitsubishi. Das interministerielle Abstimmungsverfahren habe bereits begonnen. Gegenstand der Beratungen ist auch der Ausbau des zweiten tschechischen Kernkraftwerks Temelin.

Als Favorit der tschechischen Regierung für Dukovany wird Rosatom gehandelt. Tschechien vereinbarte zuletzt mehrere bedeutende Kooperationen mit den Russen. In Ägypten und Jordanien wollen beide Seiten gemeinsam Kernreaktoren errichten. Außerdem wurde bei der vor kurzem zuende gegangenen Atomexpo in Moskau vereinbart, dass Rosatom eine neue Pumpvorrichtung für Dukovany liefert. Gute Aussichten werden auch den chinesischen Anbietern eingeräumt, da die Tschechen stark an einer deutlichen Erweiterung der Handelsgeschäfte mit China interessiert sind.

Der Ausbau des Kraftwerks Dukovany ist Teil des nationalen Aktionsplans zur Entwicklung der Kernenergie, den die Regierung 2015 Jahr verabschiedet hat. Der geplante fünfte Reaktor soll demzufolge nach 2035 in Betrieb gehen.

Dukovany geriet zuletzt wegen Betriebsstörungen immer wieder in die Schlagzeilen. Im April hatten die Anwohner in der Gemeinde Slavetice unweit des Kernkraftwerks in einem Referendum mehrheitlich für die Erweiterung von Dukovany um einen fünften Reaktor gestimmt, sich zugleich jedoch gegen ein Endlager für Atomabfälle in ihrer Nähe ausgesprochen und Entschädigungszahlungen im Falle des Baus eines fünften Reaktors bejaht. Letzteres ist ein Novum, da die Tschechen an sich der Nutzung von Kernkraft mit all ihren Folgeerscheinungen positiv gegenüberstehen.

 
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Freitag, 17.06.2016, 13:27 Uhr