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Enerige & Management > Biogas - RWE Innogy bläst Biomethan-Projekt ab
Bild: Fotolia.com, Stephan Leyk
BIOGAS:
RWE Innogy bläst Biomethan-Projekt ab
Die RWE Innogy GmbH gibt ihre Pläne zum Bau einer Biomethan-Einspeiseanlage mit 4,2 MW elektrischer Leistung im münsterländischen Velen auf, die hauptsächlich Gülle verwerten sollte.
 
Die Änderungen am EEG in Folge der Gesetzesnovellierung „haben erhebliche Auswirkungen auf größere Biogasprojekte und machen auch die geplante Anlage in Velen unwirtschaftlich“, begründete das Unternehmen am 17. Juli seine Entscheidung. Geplant war, gemeinsam mit der Naturdünger Münsterland GmbH (NDM) und mit Unterstützung des Westfälisch-Lippischen Landschaftsverbandes (WLV) eine Biogasanlage mit einem neuen Verfahren zum Einsatz separierter Gülle zu errichten.

Ursprünglich sollten an einem Standort in Südlohn, später in Velen ein Substratmix aus 10 Prozent Zwischenfrüchten und 90 Prozent Güllefeststoffen – gewonnen aus jährlich etwa 700 000 m3 Gülle – vergoren werden. Das Anlagenkonzept sah neben der Aufbereitung des Rohgases und der Einspeisung des Biomethans in das Erdgasnetz eine Gärresteaufbereitung mit Düngerrückgewinnung vor. Laut RWE Innogy sollte im Herbst 2013 das Genehmigungsverfahren eröffnet werden. Darauf habe man nun letztlich verzichtet. Denn die Reduktion der Vergütungssätze für Biogas, die Streichung der Einsatzstoffvergütungsklassen - auch für landwirtschaftliche Reststoffe - sowie des Gasaufbereitungsbonus sorgten nun für das Aus dieses Vorhabens, heißt es aus Essen. Da mit dem EEG 2014 „die Grundlage für künftige vergleichbare Projekte entzogen wird“, beendete RWE Innogy seine Kooperation mit der NDM und dem WLV.

Zeitungsberichten zufolge scheiterte das Projekt aber nicht nur an den künftigen Förderkonditionen, sondern an der NDM. Die in der Gesellschaft zusammengeschlossenen Landwirte hatten offenbar nicht nur Probleme, die benötigen Güllemengen, sondern auch ausreichend Beteiligungskapital einzusammeln. Konkurrenz in Velen drohte möglicherweise auch durch die Agravis Raiffeisen AG, die in diesem Frühjahr im 35 km entfernten Dorsten eine insolvente Biogasanlage erwarb. Die dortige Bestandsanlage soll mit einer Leistung von 3,5 MW unter anderem etwa 200 000 t Gülle pro Jahr verwerten.

RWE Innogy betreibt in Deutschland bislang zwei Biogasanlagen. Seit 2007 versorgt eine 716-kW-Anlage in Grevenbroich-Neurath das benachbarte Braunkohlenkraftwerk mit Wärme. In Güterglück, einem Ortsteil der Stadt Zerbst in Sachsen-Anhalt, wurde 2009 eine Biomethananlage mit einer Einspeisekapazität von 650 m3/h in Betrieb genommen. Von dem 2008 ausgegebenen Ziel, bis 2012 insgesamt etwa 150 Mio. Euro in den Bau von elf Biomethan-Einspeiseanlagen investieren zu wollen, ist bei der Tochtergesellschaft des RWE-Konzerns heute nicht mehr die Rede.

 
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Montag, 21.07.2014, 17:43 Uhr