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Enerige & Management > Gas - Schiefer-Boom auch in Sibirien?
Bild: Fotolia.com, Gernot Krautberger
GAS:
Schiefer-Boom auch in Sibirien?
Auch in Russland gehen Unternehmen die Förderung von Energie aus Schiefergestein an.
 
„Bazhenov Shale ist unser Bakken – nur viel größer“, schwärmt Leonid Fedun, Vizepräsident des russischen Mineralölkonzerns Lukoil und zieht damit einen Vergleich mit Bakken, dem großen Schieferöl- und -gasvorkommen im US-Bundesstaat North Dakota. Dort verdoppelt sich die Förderung bisher alle 18 Monate. Bakken bringt schon rund 10 % der gesamten Ölproduktion in den USA. Unkonventionelles Öl und Gas aus Schieferformationen in Sibirien zu holen sei viel einfacher und billiger als die Reserven in der Arktis zu erschließen, meint Fedun.

Die Berater von Wood Mackenzie schätzen, dass in Bazhenov in West-Sibirien 20 Billionen Barrel Öläquivalent (boe) lagern, etwa fünfmal so viel wie in Bakken. Doch Lukoil hat bisher nur sehr wenig Erfahrung mit Horizontalbohren und dem Fracking-Verfahren. Zudem ist Bazhenov keineswegs eine so homogene Lagerstätte wie Bakken.

Die Hoffnung, sich damit auch etwas US-amerikanisches Know-how einzukaufen, gilt deshalb als eines der Motive für den jüngsten Deal von Lukoil: Die Russen kaufen von Hess, der US-Mineralölgruppe, für rund 2 Mrd. US-Dollar (1 US-Dollar = 0,78 Euro) deren russische Tochtergesellschaft Samara-Nafta. Diese fördert bisher im Schnitt 50 000 boe am Tag. Ein weiterer Grund für den Lukoil-Deal ist der Wettbewerb mit Rosneft. Seit der Ölkonzern TNK-BP übernommen hat, ist Rosneft vor ExxonMobil an die Weltspitze gerückt.

Die sibirischen Lagerstätten an unkonventionellem Öl und Gas untersuchen indes auch andere: Gazprom hat sich dafür Shell als Partner ausgesucht. Rosneft bildet mit ExxonMobil für Bazhenov sicher das stärkste Explorationsteam.

 
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Donnerstag, 04.04.2013, 14:03 Uhr