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Enerige & Management > KWK - SES baut Service aus
Bild: SES Produktionshalle, Uwe Heinze
KWK:
SES baut Service aus
Als reiner Servicedienstleister ist SES vor mehr als 20 Jahren gestartet. Heute baut das Unternehmen selbst Blockheizkraftwerke, will sich aber wieder verstärkt dem Service widmen.
 
Von den rund 100 Beschäftigten der SES Energiesysteme GmbH − verteilt auf insgesamt sechs Standorte − arbeitet rund die Hälfte im BHKW-Service. „Dass der Service bei uns eine so große Rolle spielt, ist unserer Unternehmensgeschichte geschuldet“, erzählt Sven Krüger, Geschäftsführer der SES. Und die begann vor mehr als 20 Jahren.

1998 startete die SES mit 15 Mitarbeitern der ehemaligen Dieselmotorenfabrik Leipzig zunächst mit reinem Service für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Heute baut das Unternehmen selbst Blockheizkraftwerke, ist seinen Wurzeln aber treu geblieben. „Schon bevor wir angefangen haben, 2005 Blockheizkraftwerke zu bauen, haben wir mit dem Service unser Geld verdient“, sagt Krüger.
 
Bei der SES sind Wartung und Instandsetzung in den vergangenen Jahren ausgebaut worden
Bild: SES Energiesysteme GmbH/Uwe Heinze

Die SES produziert ihre BHKW von 50 bis 4.500 kW in Leipzig, Bau und Anlagenservice sind für das Unternehmen untrennbar. Die Anlagen sind so konstruiert, dass sie gut zugänglich sind für Servicearbeiten. Auch hat man gute Erfahrungen mit dem Gesamtpaket „Bau und Service aus einer Hand“ gemacht, das spiegelt das Resultat der letzten Kundenbefragung wider.

Der Erfolg beruhe darauf, dass das Unternehmen auf Regionalität, eigenes Personal und Motor-Partnerschaften setze: „Die Kunden schätzen unsere regionale Struktur und ihre persönlichen Ansprechpartner. Wir arbeiten ausschließlich mit eigenen Leuten, nur so können wir wirklich die Kompetenz und Qualität der Arbeit sicherstellen“, erklärt Sven Krüger.

Außerdem konzentriere man sich auf die bestehenden Motor-Partnerschaften mit MAN und MWM. Was diese Motortypen angehe, seien die Servicemitarbeiter echte Spezialisten und mit einem langjährigen Erfahrungsschatz ausgestattet. In den meisten Fällen wird die SES auch mit dem Service beauftragt, wenn sie ein BHKW installiert. So haben die Kunden alles aus einer Hand und können sich sicher sein, dass ihre Anlage die geplante Verfügbarkeit und Lebensdauer erfüllt. „Zuverlässiger Anlagenservice ist gefragt“, sagt Krüger. „Hier haben wir uns einen Namen gemacht und werden immer häufiger auch für den Service von Anlagen angefragt, die wir gar nicht selbst gebaut haben.“

Herausforderung technische Neuerungen und Personalsuche

Diesen hohen Standard zu halten, sei allerdings nicht leicht, räumt er ein. Technische Neuerungen forderten den Servicebereich. Diesen müsse man sich frühzeitig stellen, als Beispiel nennt er die verschärften Emissionsgrenzwerte aus der 44. BImSchV (Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes).

„Als Hersteller von Blockheizkraftwerken sehen wir uns in der Pflicht, diese noch umweltfreundlicher zu machen, und setzen uns schon lange mit dem Thema Abgasnachbehandlung auseinander. Seit 2017 rüsten wir unsere Anlagen mit SCR-Katalysatoren aus. Unsere Servicemitarbeiter müssen fähig sein, diese zu überwachen und instand zu setzen, das beinhaltet auch den Umgang mit den SCR-Waben und die Harnstofflogistik. Anlagenbetreiber unterstützen wir beim NOx-Monitoring und der Dokumentation.“

Auch im EMSR-Bereich sieht Krüger Wachstumschancen. „Bauen im Bestand, also die Integration unserer Anlagen in bestehende Gebäude und in die Jahre gekommene Gebäudeleittechnik, nimmt zu. Schon heute sind wir auf steigende Kundenanforderungen vorbereitet und werden unsere Kapazitäten weiter ausbauen.“
Seit 2012 setzt SES außerdem alte Motoren in einem extra eingerichteten Kompetenzbereich am Produktionsstandort Leipzig selbst instand, auch dieser Bereich wurde kontinuierlich erweitert. Den Aus- und Wiedereinbau der Altmotoren nimmt SES den Kunden ab. „Häufig geht die Instandsetzung einer endgültigen Modernisierung voraus. Die Lebensdauer der Anlage wird noch einmal verlängert, das rechnet sich“, erklärt Krüger.

Neben den aktuellen technischen Themen bewertet er die Personalsuche als größte Herausforderung. Gute Leute seien rar, der Fachkräftemangel mache sich zunehmend bemerkbar. Aufgrund der hohen Nachfrage plant das Unternehmen, seinen Servicebereich auch personell weiter auszubauen und sucht, um die hohe Qualität sicherzustellen, regelmäßig Verstärkung.

Die Erwartungen der Kunden, zumeist Energieversorger und Industrie, seien hoch. Großaufträge wie beispielsweise die Übernahme des Services für zehn Anlagen in einer Commerzbank erforderten eine starke Personaldecke. „Freie Stellen für Servicemonteurinnen und -monteure haben wir immer“, sagt Krüger, „wir suchen für alle Serviceregionen.“

 
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