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Enerige & Management > Offshore-Wind - Siemens Gamesa verabschiedet sich von Adwen-Anlagen
Bild: Fotolia.com, zentilia
OFFSHORE-WIND:
Siemens Gamesa verabschiedet sich von Adwen-Anlagen
Entwickelt für den Einsatz auf See wird es die neue 8-MW-Windturbine von Adwen nur einmal geben - und zwar an Land.
 
Der in Bremerhaven im Frühjahr zu Testzwecken errichtete Prototyp für Adwens neuer Offshore-Windturbine AD 8-180 mit einer Leistung von 8 MW wird ein Unikat bleiben. Der Anlagentyp wird nicht mehr hergestellt, teilte der Windturbinenhersteller Siemens Gamesa mit. Das Unternehmen wolle sich in der 8-MW-Klasse auf eine Plattform konzentrieren, nämlich auf die ursprünglich von Siemens entwickelte D8-Windturbine mit getriebeloser Antriebstechnik. Ob in nächster Zeit eine größere Adwen-Anlage entwickelt wird, ließ ein Adwen-Sprecher auf E&M-Anfrage offen.

Die AD 8-180 ist sozusagen das erste technologische Opfer der Anfang April vollzogenen Fusion zwischen der Windsparte von Siemens und dem spanischen Gamesa-Konzern. Adwen war vor diesem Zusammenschluss ein Joint-Venture zwischen Gamesa und der französischen Areva Wind gewesen. Die Spanier übernahmen nach monatelangen Hickhack vor dem Zusammengehen mit Siemens den 50-Prozent-Anteil der Franzosen. 

Für die AD 8-180 hat Siemens keine Verwendung, da beim Technologiekonzern bereits vor dem Zusammenschluss die Entwicklungsarbeiten für die eigene D8-Anlage begonnen hatten. Folgerichtig wird Siemens Gamesa die D8-Maschine auch für zwei französische Offshore-Windparks ausliefern, bei denen ursprünglich die Adwen-Anlage vorgesehen war. Auch für ein drittes Projekt läuft die Umplanung, die noch von den französischen Behörden genehmigt werden muss. Das Gesamtvolumen dieser drei Hochseewindparks vor der französischen Atlantikküste, die wohl sukzessive ab 2019 gebaut werden, liegt bei knapp 1 500 MW.

Trotz dieses „Technologiewechsels“ wird Siemens Gamesa zwei Produktionsstätten in Le Havre (eine für Gondeln und eine für Rotorblätter) bauen, die Adwen ursprünglich zugesagt hatte. Nach Unternehmensangaben sollen dort so „mindestens 750 neue Arbeitsplätze“ entstehen.

Dagegen steht das bisherige Adwen-Werk in Bremerhaven mit zuletzt etwa 600 Beschäftigten vor dem Aus. An der Unterweser wird darüber spekuliert, dass ein Teil dieser Mitarbeiter im neuen Siemens-Werk für Offshore-Windturbinen in Cuxhaven weiterbeschäftigt werden kann. Die Entfernung zwischen beiden Städten beträgt etwa 35 km. Siemens hatte angekündigt, in Cuxhaven bei Vollauslastung 1 000 neue Stellen zu schaffen. Dem Vernehmen nach soll die Belegschaft bislang etwa 250 Mitarbeiter umfassen.

 
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Dienstag, 19.09.2017, 14:58 Uhr