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Enerige & Management > Studien - Smart Meter können Verteilnetzausbau reduzieren
Bild: Fotolia.com, alphaspirit
STUDIEN:
Smart Meter können Verteilnetzausbau reduzieren
Elektronische Messsysteme, sogenannte Smart Meter, können das Stromnetz in Deutschland entlasten und den Ausbau auf der Verteilnetzebene bis 2030 reduzieren. Das geht aus einer Studie hervor, in der die Deutschen Energie-Agentur (dena) unter anderem Kosten und Nutzen dieser Messgeräte kalkuliert hat.
 
In die Studie flossen die Ergebnisse von drei Gutachten ein: Im Kostengutachten untersuchte man den Investitionsbedarf für eine Smart-Meter-Einführung für verschiedene Netzbetreibertypen; aufgebaut wurde hierbei auf den Empfehlungen der Kosten-Nutzen-Analyse, die 2013 im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erstellt wurde. Im Netzgutachten bewertet die dena den Nutzen von Smart Metern für die Vermeidung von Netzausbau und –umbau; und im regulatorischen Gutachten analysierte man die nötige Ausgestaltung des regulatorischen Rahmens.
 
Nach den Berechnungen der Studien-Autoren belaufen sich die Kosten für die Ausstattung der Verteilnetze mit 1 Mio. elektronischen Messgeräten auf Beträge zwischen 467 und 837 Mio. Euro. Diese Kosten können gesenkt werden, wenn die Netzbetreiber die für ihr Netzgebiet beste technische Lösung einsetzen dürfen. Für eine kostengünstige Smart-Meter-Einführung sollte der Gesetzgeber deswegen zwar Ziele vorgeben – zum Beispiel, wie viele Messgeräte in welchem Zeitraum installiert werden müssen – anderseits aber bei der technische Umsetzung den Netzbetreibern einen Spielraum lassen, damit diese eine wirtschaftlich optimale Lösung realisieren können, fordert die Studie.
 
Den Investitionen für die Messgeräte steht nach der Untersuchung eine mögliche Verringerung der Netzausbau-Kosten um bis zu 36 % gegenüber. Allerdings müssen sich dann zum einen Verbraucher aktiv an der Lastverlagerung beteiligen können, zum anderen müssen die Netzbetreiber die Möglichkeit haben, die Stromeinspeisung aus dezentralen Kraftwerken sowie das Zuschalten von stromverbrauchenden Anlagen zu steuern.
 
Damit dies funktioniert und Smart Meter ihr volles Potenzial entfalten können, muss der Gesetzgeber die rechtlichen Grundlagen schaffen. Die dena-Studie empfiehlt deshalb eine Weiterentwicklung des regulatorischen Rahmens und der sogenannten Anreizregulierung. Mit ihr legt die Bundesnetzagentur die Höhe der Entgelte fest, über die die Verteilnetzbetreiber auch die Kosten für die Smart-Meter-Einführung refinanzieren müssen. Die Anreizregulierung sollte gewährleisten, dass die jährlich anfallenden Investitionen und die laufenden Kosten rasch an die Netzbetreiber zurückfließen können, heißt es in der Studie.
 
Neben der dena und mehreren Forschungspartnern wirkten an der Erstellung der Studie die AllgäuNetz, die Netzwerkpartner, Drewag Netz, E.dis, EWE Netz, Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom, münsterNetz, Netze BW, RWE Metering, Stromnetz Berlin GmbH sowie die Thüga Aktiengesellschaft mit.
 
Die Studie „Einführung von Smart Meter in Deutschland: Analyse von Rollout-Szenarien und ihrer regulatorischen Implikationen“ gibt es unter www.dena.de  

 
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Mittwoch, 09.07.2014, 17:10 Uhr